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Kultur Das Kino im Kopf
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19:07 03.12.2018
Von Jörg Meyer
Quelle: Sascha Witt
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Kiel

Eine Vorjury hatte aus 54 eingereichten Kurzfilmdrehbüchern fünf ausgewählt, die von sechs Schauspielern und Sprecherinnen szenisch gelesen wurden. Die erstaunliche Erfahrung dabei für die Autoren, die in der szenischen Lesung erstmals testen können, ob ihre (Film-)Geschichten funktionieren, wie fürs gespannt lauschende Publikum: Wenn das Drehbuch gut ist, braucht’s keine Filmbilder, denn die entstehen schon im „Kopf-Kino“.

Familiär und hochpolitisch

In „Später, mit Hut“ von Aniss Taibi über eine schwierige Familienkonstellation, in „Sch(t)rebergarten“ von Jantje Knecht über einen gemobbten Außenseiter, der Unterstützung von der mutigen Jule erfährt, genauso wie in Jackie Gillies’ „Ein Anruf“, welches Drehbuch reflektiert, wie wir vorurteilen über Flüchtlinge und Neo-Nazis. Hochpolitisch ist auch „Saustall“ von Luka Peltzer, wenn darin radikale Tierschützer „alternative Fakten“ schaffen, um gegen Massentierhaltung zu demonstrieren.

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Preis für "Boje" von Jury und Publikum

Alles sehr gute Drehbücher, unter denen letztlich „Boje“ von Robert Köhler und Andreas Cordes sowohl die dreiköpfige Fach-Jury wie auch das Publikum am meisten  überzeugte. Das Drehbuch gewann sowohl den von der Peter und Elke Stoffers Stiftung mit 1000 Euro dotierten Drehbuchpreis SH als auch den Publikumspreis.

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