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Kultur Premiere für Mehr! Generationentheater
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16:08 09.06.2018
Von Beate Jänicke
Der Tanz im roten Kleid - ein poetisches Bild, dass dem Zuschauer noch länger im Kopf blieb. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Was will ich? Was begeistert mich? Und welche Wünsche führen tief in mir vielleicht ein Schattendasein? Viele kleine - unter der Leitung von Theaterpädagogin Martina Vanicek - erarbeitete Szenen geben im Laufe der nächsten eineinhalb Stunden Auskunft auf diese Fragen. Und das auf ganz vielfältige Weisen. Da wird etwa im kurzen, durchaus auch kontroversen Dialog geklärt, ob Familie oder etwa Geld als wichtigstes Gut gelten kann. Woraus ein handfester Streit entsteht, den die 22 Spieler in einem choreografierten Kampf ausfechten, der am Ende in ein witziges Grimassenschneiden mündet.

Überhaupt sind die Übergänge zwischen kurzen Sprechszenen, Bewegungstheater und auch mal Gesang offen. Da fließt das eine ins andere, während die ganz unterschiedlichen Positionen zum Thema des Stücks aufgegriffen werden. Schön ist auch, wie Situationen erst aufgebaut und dann – oft mit viel Humor – gebrochen werden.

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Leuchtende Lichterketten, die weitergereicht werden, stehen dabei symbolisch für die Energie, die die eigenen Träume spenden können. Während ungelebte Wünsche Auskunft über die dunklen Seiten des Lebens geben. Wenn beispielsweise eine der Mitspielerinnen immer wieder zurückbleibt, während der Rest der Gruppe fröhlich um sie herumwuselt, dann ergibt das ein eindringliches Bild von Isolation. Und auch das poetische Bild vom Tanz im roten Kleid, den sich eine Spielerin wünschte und den alle anderen mit ihr teilen, bleibt in Erinnerung. Stark.

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