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Kultur Erst hämmern, dann musizieren
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17:39 30.06.2019
Ein Riesenxylophon? Karlotta (links) und Leonie entlockten dem Holzschlaginstrument trockene Töne. Quelle: Beate König
Büdelsdorf

Der Sound von Akkuschraubern und Hämmern, hellen Kinderstimmen und matratzengroßen Xylophonen lag beim zweitägigen Kinder-Kulturfest als neue Harmonie in der Luft über dem Gelände der ACO-Thormannhalle in Büdelsdorf.

„Talente erkennen, sich künstlerisch entfalten, Hemmungen abbauen,“ umschrieb SHMF-Intendant Christian Kuhnt das Mitmach- und Ausprobier-Konzept des Kulturfestivals für Kinder. „400 Gäste“, zählte Hans-Julius Ahlmann, Hausherr der Thormannhalle nach dem fulminanten Start am Sonnabend: „Mehr hätten es auch nicht sein dürfen.“ Die sieben Workshops wurden von enthusiastischen Kreativen überrannt.

Mit Zuspruch auf die Bühne

Musikpädagogin Mira Roggenbusch hatte an ihrem Stand, an dem aus fertig zugesägten Sperrholz-Brettern, Farbe und Filz Sitztrommel-Unikate gebaut werden konnten, einleitende Worte zum späteren Cajon-Gebrauch geplant. Doch die Workshop-Teilnehmer legten sofort los. Mit vereinten Kräften schraubten Großväter, Väter, Mütter und Kinder Einzelteile zusammen und dekorierten die Front. Erst bei der Übe-Stunde kurz vor einem gemeinsamen Auftritt auf der großen SHMF-Bühne in der Halle waren einige Minuten Zeit, in denen Mira Roggenbusch das Herstellen der Töne im Kasten mit dem Schallloch erklären konnte. „Ihr könnt das!“ gab sie den Nachwuchsmusikern noch als Ermutigung mit auf den Weg.

Leinwände mussten nachgekauft werden

„Wir hatten beim Malworkshop mit 20 Kindern gerechnet“, erzählte Inga Aru. Die Kuratorin von der benachbarten Nordart hatte zusammen mit Hannah Bregler vom SHMF das Kulturfestival-Angebot entwickelt. Die Plätze am langen Maltisch waren sofort belegt. Vertieft in Acrylfarbe und Leinwand als Maluntergund zogen Kinder mit Pinseln Linien, trugen abstrakte Farbfelder oder – wie Leah – kraftvoll strahlende Regenbögen auf, während neben ihnen Kinder für einen Malplatz Schlange standen.

„Für Sonntag haben wir erst mal Leinwände nachgekauft“, sagt Inga Aru im Gewimmel der Kunst liebenden Kinder. Leonie Reese von der Nordart gab Farbe aus und zog den Kindern alte Herrenhemden als Malkittel an. Schon ihr Stoff trug die Aura großer Kunst in sich: Einige der ausgemusterte Exemplare stammten von Künstler Wolfgang Gramm, dem Chefkurator der Nordart.

Eine Alternative zum Fest in Wotersen

Mutter Birte Hollensen hatte sich vorgenommen, das Mitmachprojekt mit Familie und Verwandten den ganzen Tag lang zu genießen. „Es ist so ähnlich wie das SHMF-Angebot in Wotersen.“ Vor der Halle konnte sie beim Picknick der Musik lauschen, während ihre Zwillinge Franz und Gustav als Instrumentenbauer aktiv waren. – „Wir machen zu Hause Musik.“ Eines allerdings empfand die Kronshagenerin als Manko: Das Projekt für die künstlerische Förderung könnten sich leider nicht alle leisten. „Ich sehe hier keine Flüchtlingskinder.“

Von König Beate

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