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Kultur Death Metal mit Cannibal Corpse
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07:14 04.07.2019
Von Thorben Bull
Cannibal Corpse am Mittwochabend bei ihrem Auftritt in Kiel. Quelle: Michael Kaniecki
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Die Musik

Die ungeheure Wucht, die aus den Verstärkertürmen durch den Saal galoppierte, büßte zu keinem Zeitpunkt ihren bedrohlich-düsteren Charakter ein. Tieftönige vom Overdrive verseuchte Gitarren wurden vom Bass unterwandert und vom staubtrockenen Schlagzeugspiel wiederum in die Breaks und nächsten Parts gehetzt. Unerbittliche Härte zur Kunst erhoben.

Das Publikum…

…sprang vom Fleck weg auf die Death Metal-Veteranen an. Immer wieder bahnten sich schweißnasse Gäste aus dem Pogo-Rudel den Weg zur Bar und kehrten mit Biernachschub zurück. Vor dem Bandklassiker „Staring Through The Eyes Of The Dead“ vom 1994er Langspieler „The Bleeding“ stand der Kreis für den Moshpit in froher Erwartung schon bereit.

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Was in Erinnerung bleibt

Auflagen des Ordnungsamtes, indizierte Titel wie „Hammer Smashed Face“ nicht spielen zu dürfen, sind für die Genre-Veteranen keine Neuigkeiten. Ein solches Schreiben erreichte auch die Veranstalter des Kieler Konzertes. So interessant die Rahmenbedingen, so routiniert gab sich der Fünfer auf der Bühne. Nach den Songs hoben die Mitglieder die Hand zur obligatorischen Pommesgabel, widmeten sich dann dem Stimmen der Instrumente, während das Stimmengewirr im Saal für ein bis zwei Minuten den dröhnenden Metal-Dauerrausch ablöste, ohne dass irgendetwas passierte. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis Fisher die üblichen Befindlichkeitsfragen stellte.

Fazit

Neben Songs vom aktuellen Werk „Red Before Black“ aus dem Jahr 2017 servierten Cannibal Corpse weiteres aus dem üppigen 14 Studioalben fassenden Back-Katalog. Etwa „Make Them Suffer“ vom 2006er Album „Kill.“ Sehr zur Freude der Pogo-Wütigen, die wohl im Anschluss zum Schmerzgel greifen werden. Für nicht Eingeweihte schwer nachzuvollziehen, für Kenner und Fans ein wahres (Metal-) Fest.

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