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Kultur Bach-Raritäten zur Entgiftung der Welt
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06:21 16.05.2017
Volkmar Zehner und der SanktNikolaiChor Kiel (hier bei der Bach-Nacht). Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

Bachs Werke, so hat es der Dirigent und neuerdings kundige Bach-Biograph John Eliot Gardiner (Musik für die Himmelsburg, Hanser Verlag, 760 Seiten, 34 Euro) sehr schön gesagt, sei bestens geeignet, die Welt zu „entgiften“. Und das funktioniert tatsächlich ganz besonders gut mit den beiden kleineren Oratorien, die der Thomaskantor auf sagenhaft hohem Niveau zu den Festtagen Ostern 1725 und Himmelfahrt 1735 zusammengestellt hat. Christi Auferstehung und seine Erhöhung zum Weltenrichter werden hier im Anschluss an die düstere Passionszeit in bewegend erhebender Weise gefeiert, ohne dabei die Fehlbarkeit der Menschheit auszublenden.

Der Entgiftungsvorgang bekommt unter der Leitung von Kiels Kirchenmusikdirektor Volkmar Zehner einen wunderbar entspannt voranfließenden, positiven Sog. Dazu passt bestens, dass die maximal kunstvollen Chorsätze der Raritäten vom gemischt singenden, sehr sauber und homogen aufleuchtenden Nikolaichor ganz unverkrampft  natürlich geboten werden. Dem Hamburger Barockorchester merkt man schon in der Sinfonia des Oster-Oratoriums die Freude am Erkunden unausgetretener Wege an.

Zehner kann zudem auf hervorragende Gesangssolisten bauen: Neben dem Bass von Konstantin Heintel und dem Tenor von Florian Sievers sind das vor allem die Frauenfiguren, die Sopranistin Veronika Winter und die Altistin Hilke Andersen.

Von Christian Strehk

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