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Kultur Dirigent in Feierlaune: Was Mihkel Kütson im Konzertsaal plant
Nachrichten Kultur Dirigent in Feierlaune: Was Mihkel Kütson im Konzertsaal plant
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17:40 16.06.2009
Flensburg

Herr Kütson, was gibt es in der nächsten Saison zu feiern?

Jede Menge! Etliche Komponisten feiern in der kommenden Spielzeit große Jubiläen. Daran konnten und wollten wir nicht vorbeischauen. Deshalb sind die wichtigsten Kompositionen in unseren Konzerten vertreten, wie Schumann mit der Rheinischen Sinfonie Es-Dur, Mahler mit der Erste Sinfonie D-Dur und Mendelssohn mit dem

Paulus-Oratorium.

Nach welchen Kriterien kombinieren Sie das Programm?

Ich versuche natürlich für jedes Konzert ein rundes Programm zusammenzustellen. Nicht nur, damit es in die Spielzeit passt, sondern damit jedes einzelne auch interessant für den Zuhörer ist. Beispielsweise beim 4. Sinfoniekonzert, in dem wir mit einem Augenzwinkern mit Dukas' Zauberlehrling beginnen, um über die

Harry Potter Suite bei Berlioz' Symphonie fantastique anzukommen. Oder wir verbinden Musik aus der Zeitenwende zwischen 19. und 20. Jahrhundert von Schreker und Korngold mit Brahms.

Gerade in der kommenden Spielzeit scheint das Programm besonders von dem Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu leben. Sie werden auch eine Uraufführung feiern...

Ich habe auch in den zurückliegenden Spielzeiten immer wieder moderne Akzente gesetzt. Besonders freue ich mich aber auf das Auftragskonzert von Jean Louis Agobert für das Raschèr Saxophon Quartet. Die vier Musiker waren bereits Gast bei uns und feiern beim Auftaktkonzert im Oktober ihr 40jähriges Jubiläum mit den Philharmonikern.

Daneben haben Sie wieder eine Reihe hervorragender Solisten gewinnen können.

Der Pianist Sebastian Knauer kommt im März, die fantastische Geigerin Caroline Widmann im Februar 2010. Und mit Alban Gerhardt ist es uns gelungen, einen furiosen Cellisten für Schumanns

Konzert für Violoncello zu gewinnen, was mich motiviert hat, davor Liebermanns Furioso für Orchester als 'Vorprogramm' zu setzen, um die Stimmung ordentlich aufzuheizen. Mit Peter Sadlo stellt sich dann im sonst eher traditionellen Weihnachtskonzert ein Virtuose auf der Marimba vor - einem nicht gerade alltäglichen Konzertinstrument.

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Ich möchte gern zeigen, dass es neben Violine und Klavier noch andere virtuose Instrumente gibt und auch ein interessantes Repertoire dafür vorhanden ist. Denn eigentlich haben alle Instrumente des Orchesters eine virtuose Seite; deswegen werde ich jedes Jahr in unsere Konzerte entsprechende Solisten einladen.

Die kommende Konzertprogrammreihe

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