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Kultur Dunkle Nächte, helle Tage
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10:00 10.03.2017
Von Maren Kruse
Die Fotokünstlerin Marja Pirilä arbeitet in unterschiedlichen Serien mit der alten Technik der Camera obscura, als Gehäuse nutzt sie auch Zinkeimer. Quelle: ehr - Marco Ehrhardt
Kiel

Marja Pirilä ist eine von acht finnischen Künstlerinnen und Künstlern, die in der neuen Ausstellung den besonderen Stellenwert des Lichts in dem nordischen Land thematisieren. Anlass ist die Unabhängigkeit Finnlands, die sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Peter Kruska freut sich als kommissarischer Direktor der Stadtgalerie, dass er für diese Schau ein weiteres Mal mit der finnischen Kuratorin Ritva Röminger-Czako zusammenarbeiten kann. Sie hat gestandene Künstler ausgewählt, zeigt aber mit dem Maler Jukka Rusanen und dem Fotokünstler Sami Parkkinen auch zwei Vertreter der jungen Generation, die international auf dem Sprung sind.

 Der Mittsommer im Juni mit seinen nachtlosen Nächten oder die Dunkelheit des Winters – das Licht Finnlands weckt Assoziationen, die auch Klischees bedienen. „Als ich von Rovaniemi in Lappland zum Studieren nach Helsinki kam“, erzählt Marja Pirilä, „da hatte ich das Gefühl, dass dort alles viel einförmiger ist, grauer als oben bei uns im Norden mit seinen glitzernden Schneeflächen im Winter.“ Aber die Wahrnehmung solcher regionalen Unterschiede spricht auch für die Intensität, mit der Licht und Dunkelheit den finnischen Alltag dominieren. So hat Kuratorin Ritva Röminger-Czako starke künstlerische Positionen gefunden, die das Thema zwischen erzählerischer Naturnäherung und gesellschaftlicher Befragung ausloten.

www.stadtgalerie.kiel.de

Wer die erste Produktion des Schads Ensemble gesehen hat, wird sich freuen, dass es Neues von der Theatergruppe gibt. Wieder haben Elena Schmidt-Arras, Christina Dobirr und Linda Stach ein Stück kreiert, das sie in Eigenregie nach dem Vorbild der Familie Flöz mit Masken ohne Worte auf die Bühne bringen.

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Thomas Bunjes 10.03.2017
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Ein knappes Jahr verbrachte Luther vom 4. Mai 1521 bis 1. März 1522 unter dem Decknamen Junker Jörg auf der Burg bei Eisenach, halb Schutzbefohlener, halb Gefangener des Kurfürsten von Sachsen – und übertrug dort die Bibel in ein Deutsch, das zur Voraussetzung wurde für eine einheitliche Landessprache. Von diesem Ausnahmezustand erzählt Feridun Zaimoglu in seinem furiosen Luther-Roman "Evangelio".

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