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Kultur Musiktalente üben sich im kleinen Format
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18:01 05.01.2020
Von Christian Strehk
Professorin Angela Firkins (li.) mit Lotta Hansen (Flöte, re.) und Savannah Lehmann (Violine). Quelle: Marco Ehrhardt
Rendsburg

 Im Nordkolleg Rendsburg lassen die Talente sich so von Dozenten der Lübecker Musikhochschule für den Wettbewerb Jugend musiziert fit machen. „Wir waren beim Landesjugendorchester mit Neuer Musik in Berührung gekommen und wollten gerne mal etwas im Duo machen. Und dann bot sich in den Wettbewerbskategorien die Gelegenheit, entsprechende Stücke zu suchen“, so Lehmann.

Unterricht bei Prof. Angela Firkins

Im Pavillon hat Angela Firkins das Feilen an den heiklen Takt- und Tempoverschiebungen mit dem Duo aufgenommen. Fingerschnippsend und mit Metronom versucht sie, eine noch bessere Konstanz in den schnellen und eine beständige Ruhe in den langsamen Satz zu bringen. Bei langsamen Vierteln in nur 48 Schlägen pro Minute, also deutlich unterhalb des Pulsschlages, ist das besonders schwierig. Technisch sind die beiden Talente bereits tadellos gerüstet – mit Virtuosität und glasklarer Intonation. Aber die Extremkontraste zwischen Fortissimo und Pianissimo lassen sich für die Professorin Firkins, Gründungsmitglied des berühmten Hamburger Albert Schweitzer Holzbläserquintetts, noch etwas schärfen: „Für ein richtiges Fortissimo muss man arbeiten, Luft geben auf der Flöte und das Vibrato auf der Geige intensivieren. Wir brauchen da Fortissimo-Power, damit es beim Spielen und Hören Spaß macht.“

Tipps von Prof. Ulf Tischbirek

Im Anschluss probt Professor Ulf Tischbirek mit einem außergewöhnlich besetzten Quintett. „Bratschen sind nämlich ausgestorben in Schleswig-Holstein“, so der Lübecker Professor, „da muss man findig sein im Repertoire.“ Die Sérénade op. 10 vom französischen Orgel-Magier Charles-Marie Widor war ein Volltreffer, kompakt, annehmbar im Schwierigkeitsgrad und herrlich Salonmusik-süffig. Vor allem aber beschäftigt das Stück nicht nur Flöte, Violine und Violoncello, sondern auch gleich zwei Pianisten: am Klavier und am Harmonium. Letzteres muss im Nordkolleg zwar künstlich am Keyboard imitiert werden und macht bei der Programmierung und Lautstärkeabstimmung etwas Probleme, bietet aber besonderen Klangreiz.

Die Kunst intimer Kammermusik

Tischbirek lockt die Kursteilnehmerinnen und die beiden Tastenkünstler, der Altersdurchschnitt liegt im Kursfeld bei 15,4 Jahren, zu Präzision im Umgang mit dem Notentext und zu mutig ausdrucksstarker Gestaltung: „Charlotte, dein langer Ton auf der Fermate: Mach was mit Vibrato, mach was mit dem Bogen – aber mach was Interessantes daraus! Wir müssen genau verstehen, was du sagen möchtest.“ Erst dann finden die anderen eine Antwort darauf. Und das ist dann Kammermusik in Reinform.

Abschlusskonzert: 8. Januar, 16 Uhr, Pavillon, Nordkolleg Rendsburg. Eintritt frei. www.landesmusikrat-sh.de

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