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Kultur Mia. boten eine energiegeladene Show
Nachrichten Kultur Mia. boten eine energiegeladene Show
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12:10 26.06.2019
Von Thomas Bunjes
Im ersten von mehren Outfits während des Konzerts auf der Rathausbühne: Mia.-Sängerin Mieze Katz. Quelle: fpr: Frank Peter
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Berlin

Der erste Eindruck

Den Song “Kreisel“ wählt die Elektro-Rock-Band also als Einstieg in ihr Kieler-Woche-Konzert, vielleicht auch, weil es darin heißt: „Ich küss dich wach und wir fahr'n raus aufs Meer, Wassereis läuft in den Sand, ich nehm es dir aus der Hand.“ Anschließend ruft Mieze Katz:  „Es ist ein Traum, heute hier zu sein mit Euch! Vier hungrige Herzen, aus Berlin angereist, auf der Suche nach mehr hungrigen Herzen“ und es folgt - richtig - „Hungriges Herz“.

Das Programm

Eine Mia.-Werkschau. Dabei ist natürlich ihr wohl bester Song, „Tanz der Moleküle“, aufgespart für die erste Zugabe und vom Publikum lautstark empfangen. Auch das starke, etwas düsterere „Was es ist“ fehlt nicht oder „Machtspiele“ (Mieze Katz: „Solange es Machtspiele gibt auf dieser Welt, werden wir dieses Lied spielen“), „Mausen“, „Kapitän“, „Sonne“, „Berg & Tal“ oder „Mein Freund“. Die Themen sind übersichtlich, entweder geht’s um Zwischenmenschliches oder ums Partymachen, oft beides zugleich. Aber auch zwei Stücke frisch aus dem Proberaum, „Vorbei“ und „Kopfüber“, das der Tour im November den Titel leihen soll, stecken im Set. Die neuen Songs offenbaren eine noch stärkere Hinwendung zu schlagerhaften Melodien trotz Rockbasis.

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Das Publikum

Es ist so oft wie bei Kieler-Woche-Konzerten: vorn überwiegend die Fans, die auswendig mitsingen können, hinten die Interessierten oder einfach Laufkundschaft. Die Stimmung ist prima hier auf dem vollen Platz, viel Beifall gibt‘s, und wenn Mieze Katz mal die Hände sehen will, dann kriegt sie sie auch zu sehen.

Was in Erinnerung bleibt

Die Kostümwechsel, besonders beeindruckend und von vielen Smartphone-Kameras festgehalten: Miezes von einem Ventilator am Bühnenrand gewölbt wie ein Fallschirm aufgepusteter, leichter, weißer Mantel zum Lied - genau - „Fallschirm“. Aber schon ein starker Effekt.

Fazit

Ein engagiertes, energetisches Konzert mit bewegungsfreudigen Künstlern, höchst respektabel angesichts der auch am späten Abend noch subtropischen Temperaturen.