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Kultur „Dinky Sinky“ – Wenn die biologische Uhr tickt
Nachrichten Kultur „Dinky Sinky“ – Wenn die biologische Uhr tickt
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15:00 07.02.2018
Obsession Kind: Frida (Katrin Röver) will eigenen Nachwuchs, koste es, was es wolle. Quelle: Foto: Koryphäen Film
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Hannover

Frida ist ein Kontrollfreak. Die 36-jährige Sportlehrerin notiert sich die Zyklen ihrer Schülerinnen, die zu häufig wegen Menstruationsbeschwerden fehlen. Ebenso detailversessen zeichnet sie ihre eigenen fruchtbaren Tage auf, schließlich soll es endlich klappen mit einem Baby. Die biologische Uhr tickt.

„Ich bin nicht dein verdammter Zuchthengst“

Zwei Jahre geht das schon so, dann hat ihr Freund Tobias (Till Firit) genug vom Sex nach Termin. „Ich bin nicht dein verdammter Zuchthengst“, sagt er und verlässt sie. Fridas Leben droht auseinanderzubrechen.

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Mit Einfühlungsvermögen und Sinn für Humor erzählt Mareille Klein in ihrem Spielfilmdebüt „Dinky Sinky“ von einer Frau, für die ein Kind zur Obsession wird. „Dinky Sinky“ steht für „Double Income No Kids Yet“ (doppeltes Einkommen, noch keine Kinder). In Fridas Fall wird aus Dinky nun ein Sinky – S wie Single.

Das Glück der anderen verursacht Wehmut

Ihr Großprojekt will sie aber nicht aufgeben. Beharrlich sucht sie potenzielle Samenspender und beobachtet wehmütig das Familienglück ihrer Bekannten. Gespräche über Windeln, Kinderernährung und Frühförderung hält sie jedoch kaum aus. Sie flüchtet zu ihrer Mutter (Ulrike Willenbacher), die gerade über eine Partnerbörse den blasierten Hartmut (Michael Winterborn) kennengelernt hat. Eigentlich hatte sie sich von der Mutter Unterstützung erhofft, aber Geld für eine Samenbank will diese ihr nicht leihen.

Katrin Röver, ausgezeichnete Theaterschauspielerin, spielt überzeugend diese spröde Mittdreißigerin. Ihre Frida ist nicht unbedingt eine sympathische Figur, aber man wünscht ihr doch, dass sich ihr Herzenswunsch erfüllt.

Von Claudia Palma / RND

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