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Kultur Neue Räume, neue Technik
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14:40 08.08.2019
Von Ruth Bender
Blick in das umgebaute Foyer des Polnischen Theaters, das nach der Verkleinerung der Räumlichkeiten neu gedacht werden musste. Quelle: Tadeusz Galia
Kiel

Im Kulturzentrum Hansa48 wird noch gebaut, und bald soll auch die Abspieltechnik im Kinosaal auf dem neuesten Stand sein. Derweil ist der Umbau im Foyer des Polnischen Theaters, das sich nach Kündigung von Teilen der Räumlichkeiten verkleinern musste, bereits weitgehend vollzogen.

Von 3000 bis 50 000 Euro reichen die Fördersummen, die das Land zu vergeben hat. Und die Projekte sind vielfältig, spannen sich von Ausbau der Licht- und Tontechnik wie etwa im Kino Bordesholm (39 000 Euro), dem Kieler Musiculum (18 500 Euro) oder dem Theater Combinale (3100 Euro) in Lübeck bis zur Neugestaltung eines Ausstellungsraums (Sylt Museum, 50 000 Euro) oder der Gesamtsanierung wie im Theater Pilkentafel (13 700) in Flensburg. Und die Ernst-Barlach-Gesellschaft will mit den Fördermitteln (rund 39 000 Euro) ihre Ausstellung in Ratzeburg interaktiv aufbereiten.

Spiegel der regionalen Besonderheiten

„Ein Flächenland wie Schleswig-Holstein ist auf eine lebendige freie Kulturszene und die Arbeit von regionalen Kultureinrichtungen angewiesen“, so Kulturministerin Karin Prien (CDU) gestern. „Und sie bringen die Kultur direkt zu den Menschen.“ Prien lobte die freie Szene als Spiegel der regionalen Besonderheiten und für die Vielfalt des kulturellen Lebens im Land. Bei der Förderung gehe es darum, die kulturelle Infrastruktur des Landes zu stärken wie auch die Basis für neue Ideen und Entwicklungsprozesse zu schaffen.

Auch wenn die jährliche Beantragung, die jeweils drei Kostenvoranschläge fordert, aufwendig ist, freut sich Tadeusz Galia, Leiter des Polnischen Theaters, über den kleinen Geldsegen von 12 000 Euro: „Der Aufwand ist enorm – aber ich bin froh, wenn wir das Geld für den Umbau bekommen.“ Noch lieber wäre dem Theatermacher – wie anderen auch – wenn das Geld nicht an bauliche oder technische Maßnahmen gebunden wäre, sondern der laufenden Förderung zuaddiert würde.

Fördermittel verstärkt

Mit dem Förderprogramm, das im vergangenen Jahr erstmals vergeben wurde, hat das Kulturministerium die Unterstützung der freien Szene spürbar verstärkt. Eine Hilfe, ergänzend zur künstlerischen Arbeit, die vielen entgegen kommt, für manche aber auch ein Glücksspiel ist: Das Maskentheater Schads Ensemble ging in diesem Jahr ebenso leer aus wie im vergangenen Jahr die Komödianten, die ein neues Dach für ihr Theater brauchen.

Das Programm ist jährlich mit bis zu 500 000 Euro ausgestattet und läuft bis 2022. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren übernimmt die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Anträge für 2020 können vom 1. Januar 2020 bis 30. April bei der IB.SH eingereicht werden.

Was in der Kirche häufig vom Hall verschluckt wird, ist in der Akustik der Elbphilharmonie bis ins Detail hörbar - und das lohnt sich im Fall von Bachs h-Moll-Messe. Insbesondere, wenn das Meisterwerk so virtuos und ausdrucksstark interpretiert wird wie von dem Prager Collegium 1704.

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