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Kultur Das Bauhaus-Welterbe
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13:49 29.09.2019
Von Konrad Bockemühl
Tankstelle Skovshoved in Kopenhagen, 1936 entworfen von Arne Jacobsen. Quelle: Jean Molitor
Kiel

Das ist auch ein guter Anlass, mit dem neuen Forum für Baukultur in der Waisenhofstraße 3 zugleich einen attraktiven Ausstellungs- und Veranstaltungsraum im Zentrum Kiels zu präsentieren.

Der Fotoparcours durch die stilvoll hergerichtete ehemalige Turnhalle beginnt am Kieler Wilhelmplatz bei Rudolf Schroeders früherem Arbeitsamt (1928-30) und in Heikendorf mit seinem kleinen Wohnhaus am Fördeufer (1931) und schweift dann über Neumünster und Hamburg grenzenlos aus.

Bauhaus-Einflüsse in vier Erdteilen

Mit dem Ziel, ein weltweites Fotoarchiv von Bauten der Moderne anzulegen, ist Molitor (Jahrgang 1960) seit 2009 in vier Erdteilen unterwegs, mehr oder weniger direkte Einflüsse des populären Bauhauses zu dokumentieren und „globale Verbindungen“ aufzuzeigen. Die Fotos entstanden, „wo Menschen schon jahrzehntelang mit ihren Architekturschätzen leben, sich dessen aber vielleicht nicht immer bewusst sind“.

Von Aarhus bis nach Guatemala

Zwischen Berlin und Jakarta, Dessau und Kabul, in Chemnitz und Casablanca, Aarhus und Guatemala spürte Molitor zumeist gut erhaltene, aber auch mal im Krieg demolierte Glanzstücke der schnörkellosen Baukunst auf, Gebäude, die den durch das Bauhaus geprägten „internationalen Zeitgeist in ihrer Alltäglichkeit dokumentieren“: Wohnanlagen, Kinos, Schulen, Geschäftshäuser, Villen, Tankstellen und Industriebauten. Oft wirkt die Architektur zeitlos elegant und schlichtweg schön. Nicht nur in Heikendorf würde man so gerne wohnen. Zugleich spiegeln die Bauten, so sieht es der Fotograf, auch die drängenden Fragen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider: neue Mobilität, sozialer Wohnungsbau, Stadthygiene, medizinische Versorgung sowie die Forderung nach Bildung und Freizeitgestaltung.

Klare Linien, geschwungene Fassaden

In hochwertigen Schwarz-Weiß-Fotografien, konsequent befreit von störenden Einflüssen, gewinnen die Gebäude mit ihren klaren Linien, geschwungenen Fassaden und gläsernen Ecken einen besonderen Reiz, der dem Image einer sachlich-nüchternen, funktionalen Bauhaus-Architektur in den Augen manchen Betrachters oft gar nicht recht entsprechen dürfte. Im Ambiente des neuen Forums kommt diese Ästhetik besonders gut zur Geltung.

Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Sparkassenstiftung SH und dem Bund Deutscher Architekten (BDA) vom 30. September bis 16. Oktober im Forum für Baukultur, Waisenhofstraße 3, Kiel,. Eröffnung Mo, 30. September, 18 Uhr. Geöffnet Mo-Fr 14-18, Sa+So+3. Oktober 10-18 Uhr. Finissage mit Jean Molitor am 16. Oktober, 18 Uhr. www.bau1haus.de

Mehr über Kultur aus der Region lesen Sie hier auf www.kn-online.de/kultur

Jean Molitor spürte spannende moderne, vom Bauhaus beeinflusste Architektur in aller Welt auf.
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