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Kultur Goosens absurder Alltag
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10:00 12.10.2018
Von Thomas Richter
Locker flockig: Frank Goosen im Kulturforum Kiel.
Kiel

Er wolle zwar nicht unbedingt in das so wohlfeilen „Bahnbashing“ einstimmen, sagt Goosen, doch die Serie von Pleiten, Pech und Pannen, die seine Reise begleiteten, führten eben auch direkt zum Titel seines aktuellen Buches Was ist da los?

Mit viel Ruhrpott-Lokalkolorit

Das Werk ist eine spöttische, witzige, hellsichtige, lustvolle, schnell aber geschliffen geschriebene und mit viel Ruhrpott-Lokalkolorit angereicherte Sammlung von Absurditäten des Alltags und persönlichen Erinnerungen (die zuweilen allerdings nicht weniger absurd sind). Da geht es erstmal um Goosens Verhältnis zu Arbeit. „Ich habe keins“ konstatiert er unverhohlen, „Ich habe nie gearbeitet und habe es dank Ihnen, liebes Publikum, auch nicht vor.“ Gemeint ist natürlich „richtig körperliche Arbeit“, bei der es „wenigstens staubt“.

Köstliche Liebeskapriolen

Also führte ihn sein Weg nach Abitur und Studium an den Schreibtisch und auf die Bühne. Währenddessen erlebte er köstliche Liebeskapriolen, zu einer Zeit, als „Männer und Frauen noch Jungen und Mädchen hießen“, und der geplante Kino-Besuch der Filme "La Boum 1 +2" innerhalb der pubertierenden Clique noch zu ernsthaften Problemen führte.

Gern genommen: Fußball

Klassiker in Goosens Programmen sind immer die Possen rund um das Thema Fußball. Freude und Leid der Zuschauer, die er gerne in Insider und Outsider unterteilt, kommen dabei ebenso zur Sprache wie aufgeschnappte Gespräche unter den Fans. Wie etwa der herrliche Konter eines VfL-Anhängers auf den Gruß seiner Frau: „Viel Spaß im Stadion und trink nicht so viel.“  Antwort: „Ja, was denn nun?“

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