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Kultur So schön kann Zerstörung sein
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10:00 24.11.2016
Von Sabine Tholund
Bewegte Bilder: von links Naiwei Tian, Anna Bohn, Laura Carlotta Cordt, Eugenia Bakurin, Alena Wroblewski, Prof. Stephan Sachs und Gor Margaryan (vorne) mit einer Arbeit von Anna Bohn. Quelle: bos: Björn Schaller
Kiel

Die Schaufenster zum Vinetaplatz reflektieren das Thema mit einer Dia-Show. Naiwei Tian hat die Tristesse aufgegebener Läden in diversen deutschen Städten aufgenommen und lässt die Fotos unkommentiert an den Passanten vorbeiziehen.

 Im abgedunkelten Innenraum erwartet den Besucher ein Wechsel von bewegten Bildern und Installationen. Da ist eine Art Objektkasten mit einem Video, auf dem blutrot eingefärbte Filmclips von der Herstellung von Fast Food mit Dokumentationen von Kriegshandlungen wechseln. Projiziert auf zwei Leinwände, die den Betrachter quasi umschließen, sind Bilder abstrakter, organisch anmutender Gegenstände, die aus dem Nichts ins Bodenlose fallen. Den krassen Gegensatz vom gemütlichen Puschenkino zum realen Leben zeigt eine Installation mit Ohrensessel und Plüschteppich, vor der im Fernseher einer Dokumentation zur Entsorgung von Wohlstandsmüll in Dritte-Welt-Ländern flimmert.

 Insgesamt 13 Studierende sind an der Schau beteiligt, die sie in ihrer Gesamtheit als Gemeinschaftsarbeit auffassen. „Als Filmklasse sind wir in den Raum gegangen, das ist neu“, erzählt Laura Carlotta Cordt. Sie ist beteiligt an einer bewegten Arbeit, in der sich ein Quadrat mit Overheadfolien aus Wirtschafts-Seminaren der CAU auf eine beleuchtete Bodenplatte senkt – einzelne Worte aus der Businesswelt werden lesbar. Um den sorglosen Umgang mit der Handykamera geht es in einer Wandinstallation, in der Handys mit flackernden Filmchen an ihren Kabeln wie an einem Baum herunterwachsen. Poetisch wirkt das, ähnlich wie nebenan Aufnahmen von Heile-Welt-Fotografien, die sich im Säurebad auflösen. So schön kann Zerstörung aussehen. sth

Mit Rockhymnen wie „Bohemian Rhapsody“ oder „We Are The Champions“ wurde er zum Megastar. Vor 25 Jahren starb Freddie Mercury.

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