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Kultur Gaby Moreno erzeugt Latin-Gänsehaut
Nachrichten Kultur Gaby Moreno erzeugt Latin-Gänsehaut
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11:56 25.09.2019
Von Dieter Hanisch
Gaby Moreno spielt in der Werkhalle in Neumünster. Quelle: Manuel Weber
Neumünster

Geradewegs nach einem Aufenthalt im indischen Bangalore startet die fünfwöchige Europatournee von Moreno und Band in Neumünster. Das Quartett wartet dabei mit einer Premiere auf: Es hat das brandneue Album „iSpangled!“ dabei, das offiziell erst Anfang Oktober veröffentlicht wird. Es basiert auf eine Zusammenarbeit mit dem renommierten US-Musiker, -Arrangeur und -Produzenten Van Dyke Parks.

Kein Geringerer als Beatles-Weggefährte Klaus Voormann, der am Starnberger See residiert, hat dafür die Cover-Grafik entwickelt. Natürlich tauchen daraus einige Titel im Programm auf. Aber die stimmgewaltige Moreno präsentiert auch zwei bisher noch nicht auf Tonträgern erhältliche Eigenkompositionen, darunter den Song Till Waking Light. Darin drückt die Künstlerin ihre Empathie für mittelamerikanische Flüchtlinge aus, die ihre Zukunft in den USA sehen, dort aber seitens der aktuellen Regierung auf kaltherzige und inhumane Ablehnung stoßen.

Die E-Gitarre aus Hannover

Geboren in Guatemala, inzwischen seit rund zwei Jahrzehnten in Kalifornien zu Hause, wechselt Morena zwischen spanisch- und englischsprachigen Nummern. Sie selbst begleitet sich dabei mit einer E-Gitarre aus dem Hannoveraner Haus „Duesenberg“. Besondere Gänsehaut erzeugen dabei ihre Soloauftritte (Malaguena). Ein herzhaftes Lächeln und ihre charmante Moderation ziehen sich dabei durch den gesamten Abend.

Im zweiten Set lockerer

Im ersten Set liegt auf den meisten Stücken eine gewisse Schwere (zum Beispiel die Sam Phillips-Komposition Hermana Rosetta). Melancholie überwiegt (Nobody To Love). Entsprechend statisch agiert die Band. Erst im zweiten Teil wird das Bühnenkleeblatt dann sichtbar lockerer, gönnt sich mit Ausflügen zum Bossa Nova (No Regrets), Blues (Mess A Good Thing) bis hin in die Rock-Spur (Nobody‘s Wrong) viel mehr Leichtigkeit und zugleich mehr loderndes Feuer.

Ehemann an den Drums

Wo Moreno draufsteht und auftaucht, da gehört am Schlagzeug auch Ehemann Sebastian Aymanns dazu, der ebenso wie Bassist Kimon Kirk eher dezent als spektakulär für eine wohlige rhythmische Statik sorgt. Dazu gesellt sich der Keyboarder Martin Meixner, dessen Orgel-Intermezzi diverse Nummern anreichern.

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