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Kultur „Gewaltig leise“ geht es zur Kieler Woche wieder auf der Krusenkoppel zu
Nachrichten Kultur „Gewaltig leise“ geht es zur Kieler Woche wieder auf der Krusenkoppel zu
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17:32 16.06.2009
Kiel

Wenn das Trio Bidlah Buh (20. Juni, 20 Uhr) sein Best-of A-cappella-Comedy auf die Bühne abseits des Kieler-Woche-Lärmens bringt, darf man „tierisch gut!“ - so das Motto der drei befrackten und stimmmächtigen Herren - jubeln. Die auf Ohrenhöhe singenden Jungs bitten mit Alexis Sorbas zum Sirtaki, bringen Papageno mal ganz andere (Zauber-) Flötentöne bei und bieten dem „kleinen grünen Kaktus“ widerborstige Stirn und Stacheln. Ähnlich gegensätzliche Künste fiedeln ihre Schwestern vom Streichquartett Salut Salon, die das Crossover zwischen eherner Klassik und legerem Salon ebenso humoristisch nehmen wie ihre Hamburger Kollegen.

Zehn Jahre Krusenkoppel! Das muss am 21. Juni ab 20 Uhr gefeiert werden, wenn die Krusenkoppel-Veteranen Tears For Beers sich an die Verbindung des Folk mit der Klassik erinnern. An der Seite des immergrünen Sextetts: der Kammerchor der Kieler Uni. Auch tags darauf sehen ab 21 Uhr die, die gut singen können, auch gut aus.

LaLeLu mixen Komik und klassischen A-cappella-Gesang - seit 1995. Dazu brauchen die „faboulus four“ nur ihre Stimmen, auch wenn das manchmal so klingt, als sei ein ganzes Sinfonieorchester auf der Bühne.

Aus solcher erster „ever-grienender“ Garde der Stimmkünstler präsentiert „Gewaltig leise“ noch zwei weitere: Die Wise Guys geben am 25. Juni ab 21 Uhr quasi ein Heimspiel, denn seit kurzem singt in ihren Reihen der Kieler Nils Olfert. Da sind die „Schlaumeier“ ebenso „Wir sind wie wir sind“ wie Basta, die unter eben diesem Programmtitel am 27. Juni ab 21 Uhr hundsgemein und zuckersüß gleichzeitig Bambi und der böse Wolf sind. Und die Schneewittchen der A-cappella-Stimmkunst.

Nämlichen Titel wird Peter Kraus am 23. Juni ab 21 Uhr wohl nicht für sich in Anspruch nehmen, denn der smarte Jung', dem man seine 70 Jahre kaum anmerkt, wohl aber seinen Jugend-Charme wie ehedem, gibt sich nach dem gewaltig lauten Beifall im vorletzten Jahr mit seiner Band wiederum die Ehre auf der Krusenkoppel. Vollgas heißt seine neue CD mit Rock'n'Roll-Klassikern, die der Ewigjunge ins Deutsche übersetzt hat und damit den tänzerischen Bleifuß auf einer Ära, die Peter Kraus mit prägte.

Wie Jan Josef Liefers mit dem „Soundtrack meiner Kindheit“. Der Schauspieler, der uns im Münsteraner „Tatort“ so herrlich schrullig den Gerichtsmediziner Karl-Friedrich Boerne gibt, hat noch eine andere, sangliche, poetische, sanft rockende Seite, mit der er uns am 26. Juni ab 21 Uhr in eine vergangene und doch nicht vergessene Welt des DDR-Klangs entführt.

Beipflichten würde ihm sicher Wladimir Kaminer, auch ein kreatives Kind des Ostens. Er liest am 28. Juni ab 20 Uhr aus ... naja, bei Kaminer sind Programmankündigungen eh Makulatur. Er liest, was ihm jüngst aus der Feder floss, erinnernd, was in seinen Texten ewig wird, weil so süffisant neu wie hernach gewiss wieder die „Russen-Disko“-Zugabe als alternatives Kieler-Woche-Feuerwerk auf der Krusenkoppel.

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