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Kultur Was war, was kommt, was bleibt
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17:33 24.11.2018
Von Jörg Meyer
Gregor Meyle in der Halle 400: Der Musiker befreit sich auf dem neuen Album von dem Image, ein bloßer Kuschel-Barde zu sein. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Der erste Eindruck

Lang sind die Schlangen, die Einlass in die Halle 400 begehren. Und da gibt’s ein paar ganz Schlaue, die flugs durch den Notausgang Einlass begehren, während Meyle schon anfängt zu singen. Aber die Securities sind auf dem Kiwief. Schnell klären sie die Lage der ganz offenbar Fans von Gregor Meyle, die nicht eine Note verpassen wollen.

Das Programm

Meyle befreit sich auf dem neuen Album von dem Image, ein bloßer Kuschel-Barde zu sein. Hätte eben alles auch anders kommen können – und ist es, wenn man den neuen Songs lauscht. Etwa der sanften Ballade „Das Schönste auf der Welt“, in der er die Geburt seiner Tochter besingt.

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Das Leben also selbst schreibt die besten Geschichten. Und die sind zuweilen auch tief traurige wie in „Die Chance“. Auch dieses ältere Lied kommt im Sound-Gewand der hochkarätig besetzten Champions-League-Band, die Meyle begleitet, noch ergreifender herüber. Mal tänzerisch in Richtung Salsa und Samba oder mit mancher Avance zu Country und Irish Folk.

Das Publikum

Manchmal darf und muss man die Refrains mitsingen, muss man kuscheln, wenn es um die schwierige Liebe geht, weil die eigene so schön und so bleibend ist, wie sie einst gekommen. Doch man darf auch Handy-Feuerzeuge zeigen und mitwippen und mittanzen.

Fazit

Ums Schicksal geht es oft, freilich, großes Wort! Doch es erweist sich in Meyles Songs, in denen immer auch alles hätte anders kommen und klingen können – dieser Schwebezustand macht die Spannung aus –, als gleichsam guter Hirte.