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Kultur Magie mit "Wunschpunsch"
Nachrichten Kultur Magie mit "Wunschpunsch"
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14:41 15.11.2018
Von Ruth Bender
Irgendwo zwischen Spukschloss, Labor und Puppenstube: (v.li.) Bühnenbildnerin Christine Hielscher, Regisseurin Lisa Gappel, Komponist Markus Syperek und Dramaturgin Mona Rieken. Quelle: Marco Ehrhardt
Kiel

Im Chor klingt es schon ziemlich gut: „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ geht es dem Regieteam des Weihnachtsmärchens am Kieler Theater flüssig über die Lippen. Und beinahe synchron. „Wir haben geübt“, schmunzelt Regisseurin Lisa Gappel. Und erzählt, dass man durchaus Ehrgeiz hatte, Michael Endes eigentlich unaussprechliches Wortungetüm fehlerfrei zu intonieren. „Die Schauspieler müssen es ja sogar singen“, ergänzt Markus Syperek, der für die 2009 entstandene Bühnenfassung des Kinderbuchklassikers einen eigenen Soundtrack geschrieben hat.

Von Umwelt bis Freundschaft

Die 1989 erschienene Geschichte vom Wunschpunsch, der den fiesen Zauberern Beelzebub Irrwitzer und Tyrannja Vamperl helfen soll, am Silvesterabend schnell noch ein paar Seuchen und Katastrophen über die Welt zu bringen, musste das Regieteam allerdings erstmal lesen. „Ein tolles Märchen“, sagt Lisa Gappel, „sehr lustig, verrückt, magisch und politisch hochaktuell in jeder Lebenslage.“ Von Umwelt bis Freundschaft werden da die Themen verhandelt – und natürlich gibt es in Gestalt eines Raben und einer Katze zwei tierische Gegenspieler.

"Ein richtiger Brauprozess"

Dazu soll es brodeln und puffen auf der Bühne im Opernhaus; dazu haben die Macher sogar die Uni besucht und sich in der Anorganischen Chemie in die Kunst von Zaubertrank, Dampf und Pyrotechnik einweisen lassen. Die Rezeptur für den Wunschpunsch ist derweil noch im Stadium des Experiments. Daran wird auch im heimischen Badezimmer gearbeitet, erklärt Tine Hielscher, die für Bühne und Ausstattung zuständig ist: "Mit unterschiedlichsten Sprudeltabletten - das ist ein richtiger Brauprozess.“

"Angst muss niemand haben"

Lisa Gappel ist gern in die Weihnachtsmärchenwelt abgetaucht: „Man muss ganz anders denken. Hier geht es sehr körperlich und bildhaft zu. Das Spielerische ist wichtig, und für Kinder muss es lustig sein.“ Tine Hielscher hat dafür einen Raum „irgendwo zwischen Spukschloss, Puppenstube und Labor“ entworfen. Ein bisschen gruselig muss es bei allem Spaß natürlich bei dem zerstörerischen Zauberwerk auch zugehen; dafür sorgen Lichtstimmungen und Requisiten. Aber Lisa Gappel beruhigt: Angst haben muss bei uns niemand.“

Premiere im Opernhaus Kiel, Sonnabend, 17.30 Uhr. Karten: Tel. 0431/901901, www.theater-kiel.de

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