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Kultur Lichtgestalten und schwarze Schwäne
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15:37 20.08.2015
Von Christian Strehk
Die Cellistin Sol Gabetta und die Geigerin Patricia Kopatchinskaja. Quelle: Axel Nickolaus
Lübeck

Der britische Komponist Mark-Anthony Turnage, in Henze-Nachfolge ein Großmeister sinfonischer Regie, hat ihnen mit Dialogue ein starkes Stück mit Streichern, Percussion, Harfe und Klavier geschrieben. Während sich die finalen zwölf Variationen bisweilen zu verzetteln scheinen, gerät der „Streit“ der Solistinnen im ersten Satz (Argument) und der innig unverkitschte Love Song for R im zweiten faszinierend postmodern.

Das Gstaad Festival Orchestra, hörbar mit fähigen Musikern aus Schweizer Spitzenorchestern besetzt, aber eher sportiv gepolt als klanglich charakterstark, assistiert unter der Leitung von Kristjan Järvi. Der Dirigent erwirkt schon in Rimsky-Korssakows Capriccio espagnol mit grenzwertiger Show-Attitüde (irgendwo zwischen Solotänzer und Loriots Opa Hoppenstedt ...) nur eine sehr äußerlich oberflächliche Virtuosität im Orchester. Die verfehlt ihre Wirkung beim Publikum nicht, erreicht aber in der Nacherzählung von Tschaikowskys Schwanensee-Ballettmärchen keinerlei Wärme und psychologischen Tiefgang. Außerdem ist Järvis endlos redundante Konzertsaal-Version mit 75 Minuten viel weniger auf das Wesentliche konzentriert als Tschaikowskys eigenes Suiten-Extrakt. Fragen Sie den schwarzen Schwan, ihren Arzt oder Apotheker: Die Dosis macht das Gift!

Auf manchen Konzertplakaten kann man die Musik fast sehen: Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt Gig-Poster von Musikgruppen, von Rock und Punk über Heavy Metal bis Grunge.

Deutsche Presse-Agentur dpa 20.08.2015

Das Ballett am Rhein ist zum dritten Mal in Folge zur Kompanie des Jahres gewählt geworden. In der jährlichen Umfrage der Zeitschrift "tanz" gaben fünf von insgesamt 50 Tanzkritikern ihre Stimme für das von Martin Schläpfer geleitete Ensemble (Düsseldorf/Duisburg) ab.

Deutsche Presse-Agentur dpa 20.08.2015

Heimspiel für Revolverheld: die Hamburger Rockband hat am Mittwochabend rund 10 000 Fans auf der Trabrennbahn Bahrenfeld eingeheizt. Im Rahmen des Hamburger Kultursommers spielte die Band unter freiem Himmel das Finale ihrer "Immer in Bewegung"-Tour - und hatte neben vielen alten und neuen Hits zahlreiche prominente Gastmusiker dabei.

Deutsche Presse-Agentur dpa 20.08.2015