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Kultur Hinreißend: Alice Phoebe Lou in Kiel
Nachrichten Kultur Hinreißend: Alice Phoebe Lou in Kiel
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06:11 09.05.2019
Von Thomas Bunjes
Foto: Eigenwillig charismatisch: Alice Phoebe Lou in der Kieler Pumpe.
Eigenwillig charismatisch: Alice Phoebe Lou in der Kieler Pumpe. Quelle: mwe: Manuel Weber
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Kiel

Der erste Eindruck

Das Vorprogramm übernimmt ein kanadisches Quartett namens Loving, das mit seinem melancholischen, schluffigen, etwas trägen Sixties-Pop mit leichtem Soul-Dressing die sedierende Wirkung einer Wolldecke entfaltet.

Das Programm

Alice Phoebe Lou hat zwei Alben veröffentlicht - dazu ein „sneaky album“, wie sie es nennt, weil nur online erhältlich, die EP „Sola“ - von der sie Solo am Keyboard das Stück „Drive By“ singt. 13 Songs birgt die Setlist, darunter die Perlen „Galaxies“, ihr vielleicht stärkstes Stück, „Something Holy“, „Skin Crawl“, „She“, „New Song“, „Girl On An Island“, „My Outside“ und das selten gespielte „Society“. Auf das aus ihrer Sicht eher alberne Ritual einer Zugabe verzichtet sie und kündigt stattdessen einfach die letzten beiden Nummern an.

Das Publikum

Wenig überraschend hat sich ein überwiegend junges Publikum eingefunden beim Konzert der 26-jährigem Wahlberlinerin aus Südafrika. Eine zugewandte, zunehmend entzückte mit einer frischen Sympathie für die Sängerin. Beim Song „She“ erfüllen die Gäste gern und vehement die Bitte der allergiebedingt stimmlich etwas angeschlagenen Alice Phoebe Lou, sie beim hohen Anfangspart gesanglich zu unterstützen. Während des Konzerts imitiert eine kleine weibliche Gruppe in der Menge immer mal wieder die typischen kleinen Jauchzer, die die Sängerin während einiger Songs ausstößt, aber die lässt sich nicht irritieren und reagiert lässig.

Was in Erinnerung bleibt

Die Bühnenpräsenz, die zugleich verspielt und reif wirkt. Der schillernde Gesangsstil mit diesem Jauchzen und dem eigenwilligen Tremelo. Die fantastische Band und natürlich die durchweg exquisiten Songs.

Fazit

Hinreißend.