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Kultur Das KKO und die Dame aus Paris
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12:49 08.01.2020
Von Christian Strehk
Der Dirigent Imre Sallay in der Kieler Nikolaikirche. Quelle: Archiv / Marco Ehrhardt
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Kiel

Neben Clara Schumann und Fanny Hensel erobert sich Louise Farrenc schon mit ihrem Klavierquintett und der Dritten Symphonie mühelos einen Ehrenplatz in der Musikgeschichte. 

Louise Farrenc: Dritte Symphonie g-Moll op. 36

Letztere hat der Dirigent Imre Sallay im gut besuchten Mozart-Konzert der Musikfreunde in der Nikolaikirche vorgestellt. Das Kieler Kammerorchester folgte mit der Raritäten-Tour-de-Force Gunther Strothmanns Klassikensemble, das die g-Moll-Symphonie op. 36 im Jahr 2004 noch prägnanter empfohlen hatte.

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Hitverdächtig effektvolles Scherzo

Aber der seriöse Kampf der Semiprofis mit der enorm anspruchsvollen Partitur und ihrem in Sachen Sauberkeit und Motorik so heiklen Beginn, zeitigte auch am Dienstag viele hörenswerte Momente. Der dritte Satz ist ohnehin ein hitverdächtiges Effektstück in bester Mendelssohn-Manier. Und im Adagio cantabile kam man ins Schwärmen über Melodiegefühl und Farbvaleurs aus dem französischen Tuschkasten der Reicha-Schülerin.

Konzertmeister Gutekunst mit Mozart-Solo

Konzertmeister Christian Gutekunst – in der Szene als Musiker geschätzt und beim KKO-Folgekonzert am 9. März mit der schönen Bruch-Serenade zu erleben, aber eigentlich Herzspezialist und Gefäßchirurg am UKSH – empfahl sich in der Neujahrszugabe als inspirierter Mozart-Solist und schloss so den Kreis zur unkonventionellen Salzburger D-Dur-Sinfonie KV 133 des 16-Jährigen Genies. Sallays Instrumentalisten gelang es beispielsweise trefflich, das Streicher-Gewebe mit den Bläser-Fanfaren in Kontrast zu setzen. Und im Andante bezauberte die aus dem Orchester schwerelos herausstrahlende Solo-Flöte von Astrid Lehmann.

Der Kinofilm „Lindenberg!“ (Start: 16. Januar) erzählt die erste Hälfte von Udo Lindenbergs Leben - und hat selbst für Fans manche Überraschung parat.

08.01.2020

Udo Lindenbergs Leben ist verfilmt worden. In “Lindenberg! Mach’ dein Ding!” werden die frühen Jahre des Musikers erzählt. Zur Uraufführung gab es das Werk in allen Sälen des Hamburger Premierenkinos - und Tränen hinter Udos Sonnenbrille.

08.01.2020
"Das Mädchen am Strand" - Warum heißt Lütjenburg Nordholm?

Die Orte und Landschaften in Schleswig-Holstein, die einem im Spielfilm in Kino oder Fernsehen begegnen, haben oft Wiedererkennungswert. Das heißt aber nicht, dass sie die bleiben, die sie in der Realität sind. Ein Beispiel ist der fiktive Ort Nordholm aus dem Film "Das Mädchen am Strand", der eigentlich Lütjenburg heißt.

Ruth Bender 09.01.2020