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20:35 06.03.2017
Von Konrad Bockemühl
Motoren der Kieler Konzertsaal-Initiative: Christian Kuhnt (SHMF), Klaus-Hinrich Vater (IHK) und GMD Georg Fritzsch (v.li.) im Zuschauerraum des Opernhauses. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Nach dem positiven Förder-Signalen von Land und auch Stadt, nach unzähligen Gesprächen im Hintergrund sah Fritzsch jetzt die Zeit reif, sich „für das herausragende Zentrum der Kultur, der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens der Landeshauptstadt“ lautstark zu machen. Die Unterstützer der bereits Ende 2016 gegründeten Initiative wollen sich „in Stadt und Land sowie allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen für Erhalt, Restaurierung und Modernisierung des denkmalgeschützten Konzertsaales einsetzen“ und dafür ihre Basis stetig ausbauen. Nach jahrelangen, zähen Diskussionen sei die Perspektive, den Konzertstandort Kiel langfristig zu sichern, mittlerweile greifbarer denn je. Das neue Gutachten, das die Kosten der Sanierung des Saales im Schloss auf rund 24,4 Millionen Euro beziffert, bilde eine gute Grundlage für weitere Planungen.

 Jetzt gelte es, die Chance zu nutzen, im Dialog mit Stadt und Land politischen Druck auszuüben und das Projekt auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit weiter voranzutreiben. Dafür ist ein Förderverein vorgesehen, vorerst steht die starke Willensbekundung im Raum. Und eine Liste klangvoller Namen. Aus dem Kulturbereich sind etwa die Dirigenten Thomas Hengelbrock (NDR), Michael Sanderling oder Justus Frantz vertreten, der Komponist Cristobal Halffter, Pianist Gerhard Oppitz, Posaunist Nils Landgren und Sänger Stefan Gwildis oder Schauspieler Dominique Horwitz. Die Wissenschaft steht u.a. mit Prof. Lutz Kipp als CAU-, Dr. Arne Zerbst als Muthesius- und Prof. Dennis J. Snower als IfW-Präsident sowie Klimaforscher Prof. Mojib Latif hinter der Initiative, die Wirtschaft u.a. mit Förde-Sparkassen-Vorstand Götz Bormann, HSH-Vorstand Torsten Temp, den Immobilienunternehmern Thomas und Jan Christoph Kersig, Carl-Hermann Schleifer (NGEG/Schlossquartier) und Citti-Geschäftsführer Gerhard Lütje. Und auch der Lübecker Ex-Ministerpräsident Björn Engholm ist auf der Liste vertreten.

 Es sei wichtig zu zeigen, dass ein breiter Querschnitt aus dem öffentlichen Leben voll hinter dem Sanierungsprojekt steht, sagte IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater: „Wir brauchen in der Landeshaupt diesen Veranstaltungsort“. Festivalintendant Christian Kuhnt lobte erneut den „vorzüglichen“ Kieler Konzertsaal, seine Architektur, seine Größe und die Akustik.

 Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freut sich über die „tolle Initiative, die uns guten Rückhalt gibt“. Es liefen viele Gespräche auf allen Ebenen – und „mein Optimismus wächst von Woche und Woche“.

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