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Kultur Kid be Kid in der Hansa 48
Nachrichten Kultur Kid be Kid in der Hansa 48
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11:17 14.11.2018
Von Thorben Bull
Foto: Kid be Kid in der Hansa 48.
Kid be Kid in der Hansa 48. Quelle: Manuel Weber
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Kiel

Die Berliner Künstlerin Kid be Kid spielt Keyboard, Synthesizer und beatboxt – und zwar alles gleichzeitig. Mit ihrem außergewöhnlichen Mix aus Neo-Soul, Jazz und Elektro gab sie ein umjubeltes Konzert in der Hansa 48.

Der erste Eindruck

Der ungewöhnliche, wie minimalistische Ansatz löste sich recht zügig in Wohlgefallen auf. Das war auch ein Verdienst der über den Tönen schwebenden, raumeinnehmenden und voller Soul und Verve strotzenden Stimme der studierten Jazz-Sängerin.

Die Musik

Die mitunter fragilen Song-Fragmente wurden von kräftigen Akkorden zusammengehalten, von unvorhersehbaren Synthie-Klängen durchsetzt und erinnerten somit an Größen wie Dillon, Grimes oder Purity Ring. Der zumeist minimalistische Ansatz war immer dann am stärksten, wenn die Schichten sich wie bei „Invisible Bridges“ stapelten und abrupt wieder abgerissen wurden.

Das Publikum…

…genoss im Stillen und applaudierte dafür im Anschluss an die Songs des Albums „Sold Out“ umso eifriger.

Was in Erinnerung bleibt

Der Publikumschor zum letzten Song, der sich zum heimlichen Höhepunkt des Abends mauserte und die markige Interpretation des Show-Tune-Klassikers „Feeling Good.“

Fazit

Ein anspruchsvolles Konzert von einer musikalisch hochbegabten Künstlerin, die sich ernsthaft und reflektiert in ihren Texten zeigte. Das da jemand mit dem Herzen dabei ist und es am rechten Fleck trägt, war schon nach wenigen Takten und Worten zu spüren.