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Kultur Vom rappenden Riesenkalmar
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13:05 19.05.2018
Von Beate Jänicke
Jan Philipp Zymny war zu Gast in der Kieler Pumpe. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Das Hirn des Jan Philipp Zymny, Poetry Slammer, Comedian und Autor, scheint wie eine große Wundertüte, in der sich immer neue Überraschungen finden. „Kinder der Weirdness“, Kinder der Seltsamkeit, heißt sein aktuelles Programm. Und der Seltsamkeit des Menschen spürt Zymny in immer neuen Zusammenhängen nach. Er liest Geschichten, aber spricht auch frei und improvisiert. Dabei ist es sehr unterhaltsam seinen Ausflügen in diverse Rollen zu zugucken.

Auf verschlungenen Nebenpfaden

Alltäglichkeiten ringt er die komischen Seiten ab, wenn er etwa vom Handwerker berichtet, den er wegen seiner kaputten Waschmaschine kontaktiert: „Bitte seien Sie von Montag bis Mitte August zu Hause!“ Dann wieder lässt er einen Tiefseekalmar den Gangsta-Rap neu erfinden: „Ich rappe unter sehr hohem Druck!“ Immer wieder gleitet er dabei ab auf verschlungene Nebenpfade seiner Geschichten.

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Am Ende macht Zymny, der sich selbst bei all dem nicht schont, noch eine Entdeckungsreise in seinen Bauchnabel, der neben Flusen auch das verschollene Bernsteinzimmer beherbergt. Mit dem dazugehörigen Bauch habe er sich ausgesöhnt, Selbstakzeptanz sei die beste Voraussetzung auch von den anderen akzeptiert zu werden, so Zymny. Denn irgendwie seltsam seien wir doch schließlich alle.

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