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Kultur „Pure Fruit“ lässt Storms Gedichte leben
Nachrichten Kultur „Pure Fruit“ lässt Storms Gedichte leben
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07:03 09.12.2017
Von Ruth Bender
Zeichner Gregor Hinz (li.) und der Direktor der Landesbibliothek Jens Ahlers.
Kiel

24 Zeichner aus Kiel und Umgebung, von Tim Eckhorst bis Nele Makrele und Jens Rassmus, haben dafür 24 Gedichte auf je einer Doppelseite ins Bild gesetzt. „Zu Storm wollten wir schon länger was machen“, sagt Hinz, und die plastischen Schilderungen des Schriftstellers liefern eigentlich inspirierende Vorlagen. Die Kieler aber haben sich ausdrücklich auf Storms Lyrik verlegt, und sich im Internet durch dessen reiche Gedichtsammlung geforstet. Klassiker wie Die Stadt oder Trost sind ebenso dabei wie das erst posthum erschienene Gedicht Begegnung, in dem Storm die Anziehung seiner Kinderliebe Bertha von Buchan thematisiert. Eine Zeile daraus gibt auch dem Heft seinen Titel: „Wir sahn uns an und gingen uns vorüber.“

Die Kurzform hat Methode; anders als sonst haben die Zeichner statt vier bis sechs Seiten diesmal nur zwei. Und auch wenn der ein oder andere anfänglich mit Storm fremdelte – „der Ton des 19. Jahrhunderts und die Comic-Kunst von Heute, das hatte seine produktive Spannung.“ Sagt Zeichner Gregor Hinz, der Pure Fruit mit den Kollegen Tim Eckhorst, Franziska Ludwig und Volker Sponholz federführend betreut. Im Ergebnis sieht das vielfältig bunt und erfrischend aus.

Auch Storm selbst, erklärt Jens Ahlers, der die Comic-Künstler als spannende Ergänzung zur Storm-Ausstellung der Landesbibliothek sieht, war der Buchillustration gegenüber aufgeschlossen: „Er sah darin eine Bereicherung und Ergänzung seiner Werke.“

Lesung in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Wall 40, Kiel, Sonntag 15 Uhr. Ausstellung „Theodor Storm“ noch bis zum 17. Dezember. Führung So 11.30 Uhr

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