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Kultur „Das Leben meiner Tochter“ – Ein Herz für Jana
Nachrichten Kultur „Das Leben meiner Tochter“ – Ein Herz für Jana
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06:01 02.06.2019
Sie soll überleben: Micha Faber (Christoph Bach) mit Tochter Jana (Maggie Valentina Salomon). Quelle: Foto: Camino
Hannover

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie stirbt jedes dritte Kind, während es auf ein neues Herz oder eine neue Lunge wartet. Ein solches Schicksal droht auch der achtjährigen Jana Faber (Maggie Valentina Salomon). Im Urlaub mit ihrem Vater Micha (Christoph Bach) und ihrer schwangeren Mutter Natalie (Alwara Höfels) setzt plötzlich ihr Herz aus. Sie wird an ein Unterstützungssystem angeschlossen, braucht zum Überleben auf Dauer aber ein Spenderorgan. Durchschnittliche Wartezeit: acht Monate.

Als sich nach einem Jahr über Eurotransplant noch immer kein passendes Herz gefunden hat, wendet sich Micha entgegen der ausdrücklichen Warnung von Janas Ärztin und den Willen seiner Frau illegal an einen Organhändler in Rumänien ...

„Das Leben meiner Tochter“ – Sorgsam entwickeltes Drehbuch

Wie weit ist der Vater bereit zu gehen, um das Leben seiner Tochter zu retten? Auf diese Frage läuft in diesem Film letztlich alles hinaus. Dazu verschärft Regisseur und Autor Steffen Weinert Michas moralisch-ethisches Dilemma unaufhaltsam. Selbst die nach der Ankunft von Vater und Tochter in einem rumänischen Krankenhaus hinzukommenden Thriller-Elemente lenken nie vom eigentlichen Drama ab.

Überhaupt ist das Drehbuch sorgsam entwickelt. Es sensibilisiert für die Probleme, die sich aus dem Mangel an Spenderorganen ergeben, ohne den Zuschauer gleich in Richtung der von Gesundheitsminister Jens Spahn favorisierten Widerspruchslösung zu drängen. Es ist aber gut möglich, dass sich manch einer nach Sichtung des Films einen Spenderausweis zulegt.

Filmtitel: „Das Leben meiner Tochter“ Regie: Steffen Weinert Darsteller: Christoph Bach, Alware Höfels Filmlänge: 92 Minuten Altersfreigabe: o. A.

Von Jörg Brandes/RND

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