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Kultur Jaya The Cat bringt Räucherei zum Tanzen
Nachrichten Kultur Jaya The Cat bringt Räucherei zum Tanzen
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11:42 29.12.2018
Von Thorben Bull
Frontmann Geoff Lagadec von der Band Jaya the Cat beim Konzert in der Kieler Räucherei. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Bereits im Dezember 2017 war die Band Jaya The Cat aus Amsterdam mit ihrem damals brandneuen Album „A Good Day For The Damned“ in einer gut gefüllten Räucherei zu Besuch und brachte ihr Publikum ordentlich in Wallung. Rund ein ganzes Jahr später wiederholte sich die (Erfolgs-)Geschichte.

Der erste Eindruck

Spätestens der zweite Song „Nobodys Fault“ mit seinem für die Band typischen Umschwung von wuchtigem Rock zu tanzbarem Ska-Punk war der Pogo-Brustlöser für den bereits von der Kieler Ska-Punk Formation Beifang eingeheizten und nach Party dürstenden Saal.

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Die Musik

Hauptsächlich Ska-Punk-Reggae mit gehörigem Rock-Einschlag, der sich allerdings auch mal treibend („Final Solution“) und im zurückgelehnten wie sonnigen Roots-Reggae Sound („Bos En Lemmerweg“) präsentierte. Die Vielschichtigkeit und die - im positiven Sinne – Stimmungsschwankungen sind eben die großen Stärken von Jaya The Cat.

Das Publikum

Besonders in den vorderen Reihen wäre aufgrund des unnachgiebigen Pogo ein Polsteranzug die richtige Kleiderwahl gewesen. Zeitweise wurde man von den anderen Gästen getanzt. Gut möglich in dem allgemeinen Geschiebe im Laufe des Konzertes einmal alle vier Ecken des Saales zu sehen. Ausgelassener konnte die Stimmung kaum sein.

Was in Erinnerung bleibt

„Wo ist der Whiskey“, fragte Frontmann Geoff Lagadec seinen Bassisten Jan Jaap Onverwagt nachdem er sein Bier geleert hatte und ließ sich obendrein eine lustige Zigarette reichen. Auch die Band war dem Partyexzess also keinesfalls abgeneigt und spielte ihre Rolle als dessen Initiator mit Bravour. Als musikalischer Ausreißer bleibt ihre frech-raue Cover-Version von Tom Jones Überhit „Sexbomb“ haften.

Fazit

Erschöpft aber glücklich konnte die Partygemeinde nach dieser Feierstunde den Heimweg antreten. Vor allem die Bandklassiker „El Camino“, „Thank You Reggae“ und „Hello Hangover“ brachten den Saal zum Brodeln. Da sei es doch geschenkt, dass es wohl auch morgen nach dem Aufwachen „Hello Hangover“ heißt.