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Kultur LaLeLu: Die Schönen und das Biest
Nachrichten Kultur LaLeLu: Die Schönen und das Biest
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15:12 07.01.2019
Von Kai-Peter Boysen
A-Cappella-Comedy vom Feinsten: LaLeLu in Kiel.  Quelle: Kai-Peter Boysen
Kiel

Das Thema Mann und Frau ist ein häufig strapaziertes und daher oft nur noch milde belächeltes, wenn es zum Gegenstand der Comedy wird. LaLeLu zeigen jedoch, dass man Klischees selbstironisch und mit Swing begegnen kann. Liebe in Zeiten der Datingportale nimmt Jan Melzer in seiner Elvis-Parodie „Love Me Tinder“ („We can drink us schön tonight“) wunderbar auf die Schippe, Mezzosopranistin Sanna Nyman vergleicht in ihrem Song Männer mit IKEA-Möbeln („Überleben selten einen Umzug, die Produktion oft lieblos und hart“), kann sich aber auch betrunken und animalisch an ihren nicht deutschen Auserwählten werfen, der, ganz im Gegensatz zum Macho-Klischee, zuallererst das Thema Beziehung einer philosophischen Analyse unterzieht.

Seriöser Klamauk

LaLeLu sind mit Einfallsreichtum gesegnet und finden eine gute Balance zwischen anspruchsvollen und seriösen Gesangsdarbietungen in Close Harmony und herrlichem Klamauk wie in ihrer Opernparodie „Der Bierkönig“; einem Singspiel aus Ballermann-Hits, in dem die „Polonäse Blankenese“ im Gewand von Carl Orffs „O Fortuna“ eine ganz eigene Ästhetik erfährt. Tobias Hanf glänzt nicht nur mit seiner Bassstimme, sondern auch als Parodist in einer herrlichen Talkshow mit Peter Maffay als Gastgeber und Edmund Stoiber im Genderwahn. Quer durch alle Genres zeigt sich das Ensemble bärenstark und hochkomisch. Viel Applaus. 

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