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Kultur Tanzbarer Ska-Punk von The Offenders
Nachrichten Kultur Tanzbarer Ska-Punk von The Offenders
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08:18 28.12.2018
Von Thorben Bull
Die italienische Ska-Punk-Band The Offenders ist am Donnerstagabend in der Kieler Pumpe aufgetreten. Die umtriebige Ska-Formation brachte ihre Zuhörer zum Tanzen und spielte ein gute Laune versprühendes Konzert. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

The Offenders kommen aus dem italienischen Cosenza, singen in englischer Sprache und sind seit 2009 in Berlin ansässig. Dem knapp halbvollen Roten Salon der Kieler Pumpe haute die vierköpfige, umtriebige Ska-Formation Bandklassiker, neue Nummern und Cover-Songs um die Ohren.

Der erste Eindruck

Eben das, was zu erwarten war: reifer Ska-Punk mit den Songs des aktuellen Albums „Heart of Glass“ sorgte sofort für tanzende Beflissenheit in den vordersten Reihen.

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Die Musik

Das 2018er Album kommt übrigens erstmalig ohne Hammondorgel aus und auch live übte sich die Band im Verzicht. Das war beim 2013er Gig in der Schaubude noch anders. Nun dominierten die Gitarren den von verschiedensten Ska-Elementen wie etwa Two Tone und Rocksteady durchfluteten Sound des Quartetts. Dabei war der Einfluss einer gewissen Band namens The Clash unüberhörbar.

Das Publikum

Die typisch temporeiche Spielweise des Ska fuhr dem tanzenden Knäuel auf der Tanzfläche direkt in die Beine. Das musste reichen, um auf Betriebstemperatur zu halten, denn Sänger Valerio moderierte allenfalls mit ein paar wenigen Halbsätzen den jeweils nächsten Song an. Die Strophen waren zum Tanzen da, die Refrains mit ihren melodiösen Singalongs zum taktvollen Hüpfen. Weiter hinten wurde sich ebenso tatkräftig an die Kaltgetränke geklammert.

Was in Erinnerung bleibt

Neben Texten über das Feiern und Lotterleben („Tons of Drunks and Party Scum“) brachte so mancher Song ernste Themen mit. St. Pauli Swing Jugend huldigte ebenjener Swing-Jugend, die sich im Nationalsozialismus Anfang der 1940er Jahre mit einem amerikanisch-englischen Lebensstil von der Hitlerjugend abgrenzte. Das Prädikat wertvoll verdienten sich zudem die Cover-Versionen von „Tainted Love“ (Soft Cell) und „White Riot“ (The Clash).

Fazit

Der Offbeat regierte und viele Gäste nahmen tanzend an. Bis auf fehlende Abwechslung in den Songstrukturen ein solides und gute Laune versprühendes Konzert.