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11:33 29.09.2019
Von Thomas Richter
Gunther Strothmann, Kieler Arzt, Musiker und Carillonneur, hat sich mit der Aufführung von Edward Elgars Oratorium „The Last Kingdom“ einer Aufgabe von wahrhaft biblischem Ausmaß gestellt. Quelle: Marco Ehrhardt/Archiv
Kiel

Obwohl Edward Elgar als der wohl bedeutendste in England wirkende Komponist seit den Barockmeistern Henry Purcell und Georg Friedrich Händel gilt, ist er vielen „nur“ als Schöpfer der Hymne „Land of Hope an Glory“ aus dem „Pomp & Circumstance March No. 1“. ein Begriff.  Allerdings hat sich der katholisch erzogene Komponist auch im Bereich oratorischer Großwerke hohe Verdienste erworben.

Der Heilige Geist und das „Pfingstwunder“

Zwei davon, nämlich „The Dream of Gerontius“ und „The Apostles“, hat Strothmann in der Landeshauptstadt bereits erfolgreich zur Aufführung gebracht.  Nun also die Kieler Erstaufführung von „The Kingdom“ (1906). Im Kern erzählt das Werk von Pfingsten als dem Fest der Inspiration durch den Heiligen Geist, der sich im „Pfingstwunder“ offenbarte, als die Gläubigen aller Herren Länder die Predigten der Jünger Johannes und Petrus plötzlich in ihrer jeweiligen Sprache verstehen konnten. 

Prächtig und stimmgewaltig

Schon im prächtigen Orchestervorspiel zeigte das von Strothmann mit Gästen auf  70 Musiker erweiterte  „Sinfonieorchester Melsdorf“  einen festen und sicheren Zugriff auf das 100-minütige Werk, ohne dass es seinem Spiel dabei an Wärme und Transparenz mangelte. Doch das war noch nicht mal die halbe Miete. Gemeinsam mit den Chorleitern Anne-Beke Sontag und Christian Steltner entwickelte Strothmann aus seinem Rachmaninowchor, der Kantorei Holtenau und Trintitatischor mit weiteren Gastsängern etwa von der Kieler Gelehrtenschule einen 110 Mitglieder umfassenden, entsprechend stimmgewaltigen und bestens präparierten Projektchor.

Den wiederum krönten die exzellenten Solisten Lisa Florentine Schmalz (Sopran), Anne-Beke Sontag (Alt), Daniel Sans (Tenor) und Jörg Sabrowski (Bass), die sich gegen die Klangmacht im Rücken über weite Strecken durchzusetzen vermochten und so die von Elgar kunstvoll ausformulierten Charaktervariationen eindringlich zur Geltung brachten.

Das Publikum war hingerissen

Dramatik und Wucht aber auch Einkehr und Stille. Das Publikum war hingerissen von der Umsetzung eines fordernden Großwerkes, das in Bezug auf  expressive Klangschönheit, Farbenreichtum, wirkungsstarke Leitmotiv-Technik sowie eine bravouröse Chorbehandlung seinesgleichen sucht.

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