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Kultur Leidenschaft für lichte Himmel
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07:00 12.03.2019
Von Sabine Tholund
Museumsleiterin Sabine Behrens vor Edgars Vinters' Stadtansichten. Quelle: ehr - Marco Ehrhardt
Heikendorf

Unter dem Titel "Edgars Vinters – Malerisches Licht aus Lettland" werden über 50 Bilder präsentiert, entstanden im Zeitraum von 1950 bis 2013 – sogar sein allerletztes Gemälde hat in einer Vitrine Platz gefunden. Die Arbeiten, neben Ölgemälden auch Aquarelle und Monotypien, sind Leihgaben eines privaten Sammlers aus Schleswig-Holstein, Freund und Begleiter des Künstlers.

Ein leidenschaftlicher Freilichtmaler

In der Schau finden sich Stadtlandschaften und Blumenstillleben, vor allem jedoch lichtdurchflutete Motive von Feld, Wald und Wiesen rund um Vinters’ langjährigen Heimatort Jurmala; Impressionen von der Ostseeküste im Wandel der Jahreszeiten sind auch dabei. „Birken waren seine Lieblingsbäume“, sagt Museumsleiterin Sabine Behrens mit Blick auf die vielen flirrenden Weißstämme, die der leidenschaftliche Freilichtmaler immer wieder mit leichtem, offenen Pinselduktus auf Karton oder Papier festgehalten hat. Hoch und weit ist der Himmel auf diesen Bildern, dramatisch die Wolkenbildung. Die Farbigkeit bleibt dabei der Natur verpflichtet, Ausflüge ins Expressive finden sich nicht.

Später Ruhm

Edgars Vinters war ein Einzelgänger, der dem von den russischen Besatzern gewünschten Sozialistischen Sozialismus nicht viel abgewinnen konnte. Erst mit dem Ende der Sowjetmacht und Lettlands Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1991 begann der künstlerische Aufstieg von Vinters. 2009 wurde er für sein malerisches Schaffen mit dem Drei-Sterne-Orden geehrt, 2017 öffnete in der Bucht von Riga das „Edgars Vinters Studio“. Bis heute wird er in seiner Heimat hoch geschätzt.

Teichtor 9. Bis 9. Juni. Di-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr

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