Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kultur Vielfältig, aber nicht beliebig
Nachrichten Kultur Vielfältig, aber nicht beliebig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:03 03.06.2015
Von Sabine Tholund
Sabine Behrens erläutert im Ausstellungsraum die Stilvielfalt Rudolf Behrends. Quelle: ehr - Marco Ehrhardt
Heikendorf

Über 70 Gemälde und Grafiken zeigen eine künstlerische Vielfalt, die keiner Chronologie gehorcht. „Die Kunst von Rudolf Behrend ist vielfältig, aber nicht beliebig“ , so die Museumsleiterin. „Er probierte sich aus und arbeitete alles sorgfältig durch.“ Und so hängen realistisch gestaltete Landschaften neben kubistisch geprägten Figurendarstellungen, abstrakte Arbeiten neben Porträts, in denen die Neue Sachlichkeit genauso aufblitzt wie Anklänge an den Im- und Expressionismus.

 Auf seinem künstlerischen Weg hatte Behrend es nicht immer leicht. Der Bauernsohn aus Neuheikendorf musste kämpfen, um eine Ausbildung als Dekorationsmaler durchzusetzen. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges machte seine Pläne zum Besuch einer Kunstschule vorerst zunichte. Doch in den 20ern kann er das Versäumte in einem Gaststudium an der Kunstgewerbeschule Kiel nachholen, wo er unter anderem bei Werner Lange und Heinrich Blunck Anregungen zur Landschaftsmalerei erhält. Bis zum Ausbruch des 2.Weltkrieges knüpft er künstlerische Kontakte, verkauft sein erstes Bild für 30 Mark und macht sich in seinem erlernten Handwerk als Glaser, Maler und Lackierer selbstständig. Nach Kriegsende ist er ausschließlich als freischaffender Kunstmaler tätig, 1955 folgt in Kiel seine erste Einzelausstellung.

 Zurückgezogen in einer Kate in Neuheikendorf arbeitet Behrend fortan im Stillen und ist dabei stets offen für Neues, abzulesen auch anhand seiner Grafiken, die neben einer stilistischen Vielfalt einen bunten Strauß an Techniken offenbaren. „Behrend gehört zu der Generation, die durch ihre Teilnahme an zwei Kriegen viele Träume aufgeben musste“, so Behrens. „Als Künstler war er jedoch ein Getriebener. Er musste einfach malen. Ob er etwas verkaufen konnte, war ihm egal.“

 (Künstlermuseum Heikendorf, Am Teichtor 9. Eröffnung 6. Juni, 17 Uhr. Bis 30. August. Di-Sa 14-7 Uhr, So 11-17 Uhr).

Es ist, als würden die Bommelmützen ihre Träger, das Duo Ulan & Bator, mit dem Äther verbinden. Die Kopfbedeckungen als Antennen, die sie hineinhorchen lassen in das absurde Grundrauschen dieser Welt. Immer wenn eine Frequenz gefunden ist, spulen sie ihre skurrilen Szenen ab. Dann switcht der Empfang weiter zum nächsten absonderlichen Schauplatz.

KN-online (Kieler Nachrichten) 03.06.2015

Mit einer Performance des israelischen Künstlers Omer Krieger zusammen mit Hamburger Künstlern ist am Mittwochabend das zehntägige Live-Art-Festival auf Kampnagel eröffnet worden.

Deutsche Presse-Agentur dpa 03.06.2015

Die Hamburger Kunsthalle hat für vier Millionen Euro ein neues Gemälde- und Skulpturendepots bekommen. "Damit erfüllt die Stadt ihre Verpflichtung, das wertvolle kulturelle Erbe dauerhaft zu bewahren und ermöglicht der Kunsthalle eine wesentliche Bedingung des nationalen und internationalen Leihverkehrs zu erfüllen", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Mittwoch in Hamburg.

Deutsche Presse-Agentur dpa 03.06.2015