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09:56 29.04.2017
Von Maren Kruse
Hannah Higham von der Henry Moore Foundation (li.) und Anne Blond vom Kunstmuseum Tondern vor der großen "Liegenden" des britischen Bildhauers. Quelle: Marco Ehrhardt
Tondern/Seebüll

Es braucht schon eine Halle von solchen Ausmaßen und architektonischer Qualität wie die in Tondern, um der Bronze mit ihrer Ausdehnung von über drei Metern den angemessenen Auftritt zu verschaffen. Empfängt sie doch als Außenplastik seit jeher die Besucher des Kunstmuseums Louisiana nördlich von Kopenhagen.

Sie als Leihgabe des Ny Carlbergfonds auf den Weg nach Süjtland zu bringen, ist nur eines der Wunder, die Direktor Ove Mogensen, Anne Blond und das ganze Team vollbracht haben. 2,5 Millionen Kronen (340000 Euro) hat Tondern von privaten Stiftungen und Sponsoren für die Schau eingeworben. Von staatlicher Seite gab es keine Zuwendungen. Bis Dezember werde man nun alle, die in Louisiana nach der Liegenden fragen hierher nach Tondern schicken, flachsen die Ausstellungsmacher gutgelaunt.

Tatsächlich haben sie allen Grund, ihr Haus selbstbewusst in den Fokus zu rücken. Mit 90 Skulpturen, darunter vier Großplastiken, unzähligen Zeichnungen, Grafiken und Stoffentwürfen des britischen Bildhauers ist hier eine Schau von Metropolenformat zu erleben, die unbedingt den Besuch lohnt.

Und weil die Nolde-Stiftung in Seebüll nur zehn Kilometer entfernt ist, nahm man dort die Anregung der dänischen Nachbarn begeistert auf, Henry Moore mit Emil Nolde zu konfrontieren. Im Künstlergarten sind während der Saison vier seiner sogenannten „Working Models“ aus Bronze zu sehen, die als Arbeitsmodelle für dessen monumentale Plastiken dienten. „Für uns in Seebüll schon eine kleine Sensation“, sagt die stellvertretende Stiftungsdirektorin Astrid Becker, die mit Leidenschaft diese Öffnung vertritt, sei es doch das erste Mal in der Stiftungsgeschichte, dass ein anderer Künstler als Nolde hier seinen Auftritt haben darf.

Kunstmuseum Tondern: „Henry Moore. Die Grenze zum Norden“. Eröffnung heute, 29. April, 15 Uhr. Bis 3. Dezember. Der Katalog erscheint im Juni. Täglich außer Mo 10-17 Uhr. Eröffnung in Anweseheit von Schirmherr Prinz Joachim. Reden: Ove Mogensen, Kunstmuseum Todern; Sebastiano Barassi, Henry Moore Foundation; Astrid Becker, Nolde-Stiftung.

Nolde-Stiftung Seebüll: „Emil Nolde trifft Henry Moore“. Ab So, 30. April, bis 31. Nov., Mo-So 10-18 Uhr. Kombiticket zu beiden Ausstelungen 14 Euro.

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