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Kultur Eine Million mehr für Theaterneubau
Nachrichten Kultur Eine Million mehr für Theaterneubau
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08:00 20.12.2018
Von Konrad Bockemühl
Hier könnte eine neue Heimat für das Landestheater in Schleswig entstehen. An das ehemalige Mannschaftsheim, heute als beliebtes Varietétheater genutzt, würde rechts ein Theaterneubau angedockt werden. Quelle: bkm
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Schleswig

Nun seien aber auch der Kreis Schleswig-Flensburg und die Stadt Schleswig gefordert, die restlichen 1,5 Millionen Euro beizusteuern, betonte dazu Staatssekretär Oliver Grundei.

Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen will aus dem Kreishaus Signale empfangen haben, dass man, wie schon einmal 2013 für die Planung auf dem Hesterberg, eine Million Euro bereitstellen will. Mittlerweile wird Auf der Freiheit geplant, der dreispartentaugliche Neubau soll an das sanierungsbedürftige Gebäude des Varietétheaters „Heimat“ angedockt werden.

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Von 9,5 auf 12 Millionen

Als diese Planung für ein multifunktionales Kulturhaus vor drei Jahren vorgestellt (und die Fertigstellung für 2018/19 anvisiert) wurde, war noch von 9,5 Millionen Euro Gesamtkosten die Rede. Die Stadt wollte fünf Millionen Euro beisteuern, vom Land wurden im Februar 2017 bereits 2,5 Millionen, von den kommunalen Spitzenverbänden weitere 2 Millionen Euro zugesagt – vor allem, um damit das Landestheater zu stützen. Seitdem hat sich das Vorhaben doch als komplexer und teurer erwiesen.

Sondersitzung des Kreistages

Christiansen hofft nun auf eine Sondersitzung des Kreistages am 23. Januar 2019, auf der über den Theater-Zuschuss entschieden werden soll. Im besten Fall könne Schleswigs Rat dann im Februar über die Auslobung eines Architektenwettbewerbs entscheiden, wie auch über einen finanziellen Nachschlag für den Neubau.

Verlängerung im Slesvighus

Sicher ist, dass die bereits seit 2011 praktizierte Interimslösung für das Schauspiel des Landestheaters im Slesvighus erneut verlängert werden muss. Deutlich über die 2020 endende Amtszeit von Generalintendant Peter Grisebach hinaus, der seit Jahren für eine zukunftsfähige Lösung am besucherstarken Spielort Schleswig kämpft. Für seine Nachfolge läuft derzeit das Auswahlverfahren.