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Kultur „Faust“ als Kammerspiel
Nachrichten Kultur „Faust“ als Kammerspiel
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15:04 27.10.2018
Von Sabine Tholund
Das Ensemble mit Neele Frederike Maak, Katrin Schlomm, Meike Schmidt; Christian Hellrigl, Timon Schleheck, Nenad Subat. Quelle: Henrik Matzen
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Rendsburg

"Sechs" Schauspieler zeigen in knappen Szenen, was in ihren Augen der Kern des Dramas ist und beleuchten die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Bühne gleicht einer Requisitenkammer, Garderobenständer, Globus und Skelett warten hier auf ihren Einsatz. „In meinem Faust geht es um Liebe, Leidenschaft und Sex“, sagt einer der Spieler, „in meinem um Leben und Tod und das Gefühl dazwischen“, die nächste.

Intelligent, witzig und berührend

Beobachtet via Monitor von Gottvater und Mephisto eilen die Spielszenen rasant durch das komplexe Stück, stellen in gewagten Verkürzungen spannende Textverknüpfungen her und zeigen unverhoffte Verbindungslinien auf. Intelligent, witzig und berührend ist diese Inszenierung, die den Originaltext mit Goethe-Zitaten und reiner Fiktion munter verquirlt

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Figuren erinnern ans Kasperletheater

Zwischen den Szenen setzten Interviews einer übereifrigen Moderatorin mit einem reichlich wirren Goethe komische Glanzlichter. Als überzeichnete Figuren, die ans Kasperletheater erinnern, glänzen Meike Schmidt und Kerstin Schlomm, nicht minder famos die Leistungen von Timon Schleheck, Neele Frederieke Maak, Christian Helllrigl und Nenad Subad. Großartig.

Am Freitag feierte eine eigenwillige Version von Goethes "Faust" in Rendsburg Premiere.
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