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Kultur Von Wagner bis "Shakespeare in Love"
Nachrichten Kultur Von Wagner bis "Shakespeare in Love"
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19:04 12.04.2018
Von Ruth Bender
Den Blick voraus in die neue Spielzeit (v.li.): Opernchef Markus Hertel, Intendant Peter Grisebach, GMD Peter Sommerer und Schauspieldirektor Wolfgang Apprich. Quelle: Manuel Weber
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Rendsburg

Ein Hauch von Wehmut wehte gestern zur Spielzeit-Konferenz schon durch den Saal im Theater Rendsburg – aber das Programm, das Intendant Peter Grisebach mit seinem Team am Landestheater geplant hat, ist viel zu aufregend, als dass man schon die Abschiedsglocken läuten wollte.

Nach dem Auftakt mit "Shakespeare in Love" am 8. September, für den Schauspielchef Wolfram Apprich einen „satten sinnlichen Theaterabend“ verspricht, folgt im Musiktheater das Erfolgsmusical "Singin‘ in the Rain", das Spartenleiter Markus Hertel am 29. September auf die Bühne bringt.

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Von da spannt sich das Programm vielfältig über Kalmáns schmissige "Gräfin Mariza", Puccinis tragische "Manon Lescaut" sowie einer Kinderfassung von Rossinis "Aschenputtel" bis zum "Fliegenden Holländer". Den übrigens inszeniert Apprich, der damit seine erste Operninszenierung übernimmt, und mit einem Sänger-Aufgebot, das ganz ohne Gäste auskommt. „Nicht selbstverständlich“, wie Grisebach stolz verkündet. Als Rarität steht zum Abschluss der Spielzeit Vanessa auf dem Programm, eine Oper von Samuel Barber, uraufgeführt 1958 in New York und mit einer Handlung, die auf Geistergeschichten von Tania Blixen beruht.

Das Ballett nimmt sich Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" (1. Dezember) und Johanna Spyris Kinderbuchklassiker Heidi (23. Februar) vor. Und lässt außerdem die Tänzer als "Junge Choreografen" los (5. Januar).

„Starke Frauen“ sieht Wolfram Apprich am Schauspiel im Mittelpunkt. Das gilt für Gerhart Hauptmanns Biberpelz (8. Dezember) und Bertolt Brechts Kaukasischer Kreidekreis (9. September) ebenso wie für Christoph Nußbaumeders 2013 bei den Ruhrfestspielen uraufgeführtes Mutter Kramers Fahrt zur Gnade (9. März). Für das Experiment steht das Live-Film-Theater von Klaus Gehre, der "Miss Marple: Mörder Ahoi!" auf die Bühne bringt, eine Kammerspielversion von Goethes "Faust" und das Familiendrama "Indianer" des norwegischen Autors Tore Renberg (Jahrgang 1972). Und dazwischen sorgen die Komödien "Mein Freund Harvey" und Oscar Wildes Verwicklungsspiel "Bunbury" (27. Januar) für leichte Töne.

www.sh-landestheater.de

Isabelle Breitbach 12.04.2018