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Kultur Liebe zur klassischen Musik früh fördern
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00:00 27.11.2012
Von Caroline Neider
Die Stiftung Musikfreunde Kiel bringt Kinder ins Konzert: Rainer J. Kraatz, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, mit Malik, Simon, Tim, Swantje, Inken und Johanna vom Gymnasium Wellingdorf. Quelle: can: Caroline Neider
Kiel

“ Simon (12) hat Ähnliches in der Musik gehört, legt sich aber noch nicht auf seine Protagonisten fest. Die beiden Schüler des Gymnasiums Wellingdorf waren freiwillig mit etwa 18 Schulkameraden am Sonntagvormittag auf Einladung der neu gegründeten, gemeinnützigen Stiftung Musikfreunde Kiel im Philharmonischen Konzert und haben bereits lebhaft und intensiv Anteil genommen an der Musik.

 Zur Einführung hatte Generalmusikdirektor Georg Fritzsch in seiner unnachahmlichen Art den jüngeren Zuhörern erzählt, dass ihm bei Maurice Ravels kurzweilig leichtem Werk Le tombeau de Couperin verschiedene Märchen in den Sinn kommen. Und er hat die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Märchen zu finden und diese dann auch ans Theater zu schicken.

 „Die Auseinandersetzung mit musischen Fächern fördert nachweislich die Persönlichkeitsentwicklung, die Wahrnehmungsfähigkeit und die Kreativität“, sagt Rainer J. Kraatz, Vorsitzender der Stiftung der Musikfreunde Kiel, die es sich zum Ziel gesetzt hat, junge Menschen an klassische Musik heranzuführen. „Wir glauben auch, dass man diesen Kontakt früh herstellen muss, sonst wird es später immer schwieriger.“ Die Stiftung wurde erst vor einem Jahr ins Leben gerufen, doch man wollte gleich Flagge zeigen: „Wir haben noch kein großes Kapital, aber den ersten Schritt wollten wir gleich wagen.“

 Ganze Schulklassen ins Konzert zu bringen habe man so oft versucht, fügt Selke Harten-Strehk, Vorsitzende des Vereins der Musikfreunde, hinzu: „Das Ergebnis war oft enttäuschend, weil die Hälfte der Kinder keine Lust hatte und die, die vielleicht Lust gehabt hätten, vom Musikgenuss ablenkten und hänselten.“

 Inken, Tim, Simon, Malik, Johanna und Swantje haben auf eigenen Wunsch das Angebot der Stiftung angenommen: „Mir gefallen der Dirigent und die Cellisten am besten“, sagt Swantje, „das sieht so cool aus.“ Selbst möchte sie dennoch lieber Klavier lernen. Und sie freut sich schon auf das nächste Konzert, das die Stiftung den Schülern anbietet.

 Als nächste Schritte möchte die Stiftung der Musikfreunde dann auch begabten jungen Musikerinnen und Musikern hochqualifizierten Unterricht ermöglichen sowie einen Förderpreis ausloben. Auch einen Wettbewerb mit überregionaler Bedeutung wünscht sich der Stiftungsvorstand für die Zukunft.

 www.musikfreunde-kiel.de/stiftung-musikfreunde-kiel

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