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Kultur „Limehouse Golem“ – Bill Nighy ermittelt in London
Nachrichten Kultur „Limehouse Golem“ – Bill Nighy ermittelt in London
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00:00 30.08.2017
Melancholischer Ermittler: Inspektor John Kildare (Bill Nighy) ist ein Mann der Melancholie. Mörder fängt er trotzdem ein. Quelle: Foto: Concorde
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Hannover

Das viktorianische London im Jahr 1880, eine Stadt der Gegensätze. Während Königin Viktoria für das Beharren auf bürgerliche Traditionen steht, hält das Volk in Londons Gassen wenig von Sittenstrenge. Im East End blüht die Prostitution, ein Sündenpfuhl von Bordellen und Opiumhöhlen. Jack the Ripper treibt sein Unwesen – und auch in Juan Carlos Medinas Thriller sorgt ein Serienkiller für Angst und Schrecken.

Ein Mörder à la Jack the Ripper geht um

Im Theaterbezirk, dem Limehouse, hinterlässt er am Tatort mit dem Blut der Opfer geschriebene Botschaften. Gleichzeitig droht der verführerischen Sängerin Lizzie (Olivia Cooke) Tod durch den Strang, soll sie doch ihren Mann vergiftet haben. Scotland-Yard-Inspektor John Kildare (Bill Nighy) will sie retten, indem er eine Verbindung zwischen dem Verblichenen und dem Mörder konstruiert.

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Bis zur überraschenden Lösung des spektakulären Falls legt das auf Peter Ackroyds Roman „Der Golem von Limehouse“ basierende makabre Drama viele falsche Fährten und erzählt gefühlvoll die Saga vom naiven Mädchen, das zum Star aufstieg. Das Whodunit entpuppt sich als rätselhaftes Spiel zwischen Fantasy und Realität. Der wundervolle Bill Nighy verleiht der brüchigen Figur des Polizisten die nötige Eleganz und Melancholie. Gern taucht man mit ihm ein ins düstere London.

Von Margret Köhler / RND