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Kultur 50-jähriges Bühnenjubiläum zur Premiere
Nachrichten Kultur 50-jähriges Bühnenjubiläum zur Premiere
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07:01 22.03.2018
Von Isabelle Breitbach
Jan-Ole Hoffmann, Sofie Köhler, Ulli Thode und Susanne Frenzel (von links nach rechts) sind ab Freitag in "Lütte witte Siedenschoh" auf der Niederdeutschen Bühne Kiel zu sehen.  Quelle: Noack/NDB
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Kiel

Damals fehlte ein Dienstmädchen für "Verreken Di nich" - die erste kleine Rolle für Susanne Frenzel. Danach ging es Schlag auf Schlag. „Um Mitglied zu werden, musste man früher drei Rollen sauber gespielt haben – und ein Nachwuchsstudio belegen, in dem man Sprechen und sich auf der Bühne zu bewegen lernte.“ Die drei Stücke hatte Frenzel „locker in einem Jahr“. Seitdem schlüpfte die heute 73-Jährige in 40 Rollen, ging jede davon mit Elan und viel Spielfreude an. „Und wenn dann noch das Ensemble gut zusammenpasst, ist jede Probe fruchtbar und ein wunderschöner Zeitvertreib, denn es ist immer was dabei rausgekommen.“

Wieder eine Premiere: Frenzel als Haushälterin in "Lütte witte Siedenschoh"

In der Komödie "Lütte witte Siedenschoh", einem Vier-Personen-Stück von Ingo Sax, steht Susanne Frenzel ab Freitag als Haushälterin Lisa auf der Bühne. Mit Bauer Benno Roggenkamp (Ulli Thode) und seinem Sohn Fiete (Jan-Ole Hoffmann) lebt sie auf einem stattlichen Hof. Den soll Fiete einmal erben – aber nur, wenn er eine Frau heiratet, die den Anforderungen des Vaters gerecht wird. Auf keinen Fall darf sie aus der Stadt kommen. Fiete hat sich jedoch längst für Katharina (Sofie Köhler), eine moderne junge Frau aus Hamburg, entschieden und sich heimlich mit ihr verlobt. Aber der Bauer führt ein strenges Regiment – so streng, dass Fiete ihm seine Verlobte nicht einmal vorstellen mag. Die muss mit Hilfe von Haushälterin Lisa schon selbst die Initiative ergreifen, was ihr so überzeugend gelingt, dass sich der alte Bauer in sie verliebt.

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Nicht die letzte Rolle für Susanne Frenzel

Es sei eine zeitlose Komödie mit ernstem Hintergrund, erklärt Regisseur Karl-Heinz Langer: „Da geht es nicht nur um Schenkelklopfer, sondern man kann auch darüber nachdenken.“ Für Susanne Frenzel wird es sicher nicht das letzte Stück sein. Sie will weiter spielen, „solange ich Lust habe und noch kann.“

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