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Kultur Von Nixen und anderen Fischen
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07:30 11.07.2019
Von Sabine Tholund
Auge in Auge mit dem Walhai sieht sich hier Model Juliette. Quelle: Wim Westfield
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Laboe

"Sea & Sirens" nennt er die Schau mit 45 großformatigen, „garantiert nicht manipulierten“ Arbeiten, von denen es jeweils nur sechs Abzüge gibt. In einem aufwändigen Verfahren hinter Acrylglas mit UV-Schutz dauerhaft versiegelt und lichtbeständig gemacht, sieht man Aufnahmen von schäumender Brandung an felsigen Riffs, woanders tummeln sich Fische und Schildkröten in ihrem Element. Gern garniert der Fotograf, der in Halle und Leipzig studiert hat und seit 1989 in Travemünde lebt, seine Szenen aus Neptuns Reich mit menschlichem Beiwerk. Da schwebt ein garstig braunes Krokodil auf grüner Seegras-Wiese Aug in Auge mit einer nixenhaften Schönen, die nichts am Leib trägt außer Taucherbrille und Schwimmflossen. Genauso knapp kostümiert schwimmt die junge Frau, laut Westfield Sportstudentin Juliette aus Halle, in einer anderen Aufnahme ganz nah an einen riesigen Walhai heran – „der war wohl 15 Meter lang.“

"Niemals berühren, niemals fliehen"

Auf vielen Weltmeeren war Wim Westfield bereits mit seiner Kamera unterwegs, unter anderem vor Südafrika, vor Kroatien oder in einem Meeres-Nationalpark vor der Küste Kubas, wo seit mehr als 40 Jahren niemand siedeln, geschweige denn jagen darf. „Die Tiere haben hier ihre Fluchtdistanz verloren, sie kommen aus Neugier an den Menschen heran“, erzählt er. Bevor der Fotograf seine Models zu den Untieren ins Wasser bittet, sondiert er die Lage: „Manches ist nicht ungefährlich, lebensgefährlich ist es aber nie.“ Vor allem, wenn man sich an die Anordnung der Ranger hält, die da lautet: „Niemals berühren, niemals fliehen.“

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Strandstraße 15. Eröffnung Freitag, 12. Juli, 18 Uhr. Bis 28. Juli. Mo-Fr 13-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr

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