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Kultur Landesjugendchor in der Nikolaikirche
Nachrichten Kultur Landesjugendchor in der Nikolaikirche
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18:50 30.09.2019
Von Michael Struck
Der Landesjugendchor kam zum Herbstkonzert in die Kieler Nikolaikirche Quelle: FranK MO3
Kiel

Erstmals war in dieser Konzertreihe der Landesjugendchor Schleswig Holstein (LJC) zu Gast, in dem hochkarätiger sängerischer Nachwuchs sich projektweise zusammenfindet. Wie schon so oft hinterließ der LJC auch diesmal starke musikalische Eindrücke, wobei das Hamburger „Ensemble Schirokko“ einen gleichfalls hochklassigen orchestralen Gegenpart bildete.

Im hochkomplexen Geflecht der Chorblöcke

Seit 1993 leitet KMD Matthias Janz (Flensburg) den LJC und war mit Recht erfreut über das Kieler Konzert – und der Chor ebenso dankbar für Janz‘ Chorarbeit. Jugendlich elastisch ging der 72-Jährige zu Werke, wusste genau, wo er vorausschauend Impulse setzen musste und wo er Chor und Orchester „gehen lassen“ konnte. Schon das Regina coeli KV des 15-jährigen Mozart demonstrierte die bemerkenswerte Musizierqualität. Erster chorischer Höhepunkt war Bachs Motette. Den Spitzenanforderungen wurde der Chor, unterstützt von einigen Instrumentalisten, mit einer Spitzenleistung gerecht. Kaum gab es da im hochkomplexen Geflecht der beiden Chorblöcke mal einen minimal blasseren oder raueren Faden. Wie am Ende des Werkes das vorletzte Halleluja sich mit jugendlichem Schwung, doch ganz ohne Pathos zum letzten Höhepunkt aufgipfelte, war symptomatisch und erhielt bereits hier verdient heftigen Applaus.

Elan und Sensibilität

Entsprechender Elan, gepaart mit Sensibilität, bestimmte auch das Hauptwerk des Konzertes, Mozarts Messe C-Dur KV 317 (Krönungsmesse), in dem LJC und das leidenschaftlich spielende Orchester ein nahezu untrennbares Ganzes bildeten. Dass der Chorsopran hier eine Spur zurückhaltender wirkte als zuvor, lag vermutlich auch an der geänderten Choraufstellung. Erfreulich homogen sang das Solistenquartett: Dorothee Bienert (Sopran), Anika Westlund (Alt) sowie – als ehemalige LJChoristen – Jeremy Almeida Uy (Tenor) und Sönke Tams Freier (Bass).

Fabelhafte Solosopranistin

Bleibt noch zweierlei zu erwähnen: Erstens das vitale, von Konzertmeisterin Rachel Harris beherzt geleitete Spiel des „Ensembles Schirokko“ in Luigi Boccherinis einsätzig-mehrteiliger D-Dur-Sinfonie G 521. Und zweitens die fabelhafte Solosopranistin Dorothee Bienert. Ihr Mozart-Gesang frappierte nicht nur in der Krönungsmesse, sondern auch schon im Regina coeli sowie im Laudamus te aus dem Gloria der c-Moll-Messe mit biegsamem, leicht metallisch schimmerndem, substanzvoll-lyrischem Ton, bezwingendem Koloratur-Timing und unbeirrbarer Sicherheit bei großen Intervallsprüngen: Jugendlichkeit und Abgeklärtheit fielen hinreißend zusammen, und man ahnt, welches Potenzial in dieser Stimme noch schlummert.

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