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Kultur Mono Inc begeistern mit Dark-Rock
Nachrichten Kultur Mono Inc begeistern mit Dark-Rock
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06:49 19.10.2018
Von Thorben Bull
Eindrücke vom Mono Inc.-Konzert in Kiel. Quelle: Michael Kaniecki
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Kiel

Im vergangen Juli schoss die aktuelle Platte „Welcome To Hell“ der Hamburger Dark-Rocker Mono Inc. von null auf zwei in die Charts. Nicht verwunderlich, dass auch der Saal der Pumpe beim Konzert zum Erfolgsalbum prall gefüllt war.

Der erste Eindruck

Mit dem Albumtitelsong und „Funeral Song“ spielte sich das Hamburger Quartett warm, bevor es mit der Ballade „A Vagabond’s Life“ erstmals Abwechslung in ihren von Druck und Mid-Tempo dominierten Sound brachte.

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Die Musik

Die epochal arrangierten Dark-Rock Nummern folgten oft demselben Schema. Die herunter gestimmten Gitarren sorgten für druckvollen Sound und düster anmutende Atmosphäre der Songs. So, wie man es eben von gestandenen Dark-Rockern erwartet.

Das Publikum

Dem rauschenden Applaus und tosendem Jubel zufolge fühlte sich das Publikum weitestgehend abgeholt, auch wenn es das während der Songs nicht so eindeutig zeigen konnte. Es sei denn, Engler animierte zum Klatschen und Armeschwenken. Die Refrains von „The Banks of Eden“ und dem Bandklassiker „Heile Heile Segen“ im Chor zu singen, ließ sich der Saal jedoch nicht nehmen.

Was in Erinnerung bleibt

„Die Songs sind nicht zeitgemäß, die Band ist zu alt.“ Diese ablehnenden Worte vom Chef eines Majorlabels bezüglich eines eingereichten Demos gab Sänger Martin Engler preis und bedankte sich mit Stolz in der Stimme bei den Mono Inc.-Fans. Ebenso stach die von Klaviertönen begleitete Akustik-Nummer „Risk It All“ heraus, die sich auf die Zeit der damaligen Bewerbungen bezog.

Fazit

So ganz wurde man – besonders in der ersten halben Stunde – das Gefühl nicht los, dass die Band ihr Programm etwas zu routiniert abspulte. Auch weil sich Sänger Martin Engler (noch) wortkarg gab. Im Großen und Ganzen war der Abend aber doch mit einzelnen Höhepunkten gespickt. Man denke an die Balladen oder die Solo-Einlage von Schlagzeugerin Katha Mia. Das Wichtigste aber: das Gemeinschaftsgefühl.

Eindrücke vom Mono Inc.-Konzert in Kiel.
Sabine Tholund 19.10.2018
18.10.2018