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Kultur Künstlerfreundschaft in Bildern
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18:10 15.11.2019
Von Sabine Tholund
Die Tuschezeichnungen mit maritimen Motiven (oben) von Rudolf Behrend zeigen eine Neigung zur Abstraktion. Holger Hattensen (untere Reihe) bleibt der figürlichen Bildsprache verpflichtet. Quelle: sabine behrens
Heikendorf

Behrend gehörte zur Künstlerkolonie Heikendorf“, so die Leiterin des Künstlermuseums Heikendorf über die Ausstellung, die Thomas Messerschmidt zuvor im eigen Hause gezeigt hatte. „Zudem war in diesem Jahr der 40. Todestag des Künstlers, 2020 jährt sich sein 125. Geburtstag.“ Drei gute Gründe also, die Verkaufsschau ins Haus zu holen – der Erlös aus Behrends Bildwerken, die aus seinem Nachlass stammen und teils noch nie öffentlich gezeigt wurden, soll „seinen anderen Arbeiten helfen“, so der Verwalter des künstlerischen Nachlasses, Uwe Ruberg, „unter anderem für Restaurierungsarbeiten.“

Tierisches und Abstraktionen

Eingerichtet im historischen Atelierhaus und „nach ästhetischen Kriterien“ gemischt gehängt, wird mit rund 60 Arbeiten auf Papier ein künstlerischer Querschnitt mit vorwiegend gegenständlich-naturalistischen Motiven gezeigt, entstanden in den 50er und 60er Jahren. Verschiedene Techniken vom Aquarell bis zur Druckgrafik sind versammelt. Dabei wechseln Tier-und Figurenbilder von Behrend mit weiblichen Akten und erotischen Abstraktionen von Hattensen, der mit tierischen Motiven so gar nichts am Hut hatte. „Beide Künstler treffen sich vor allem in den Landschaften“, sagt Sabine Behrens. „Während Behrend sich in den 60er zunehmend der Abstraktion zuwandte, blieb Hattensen dem Naturalismus verpflichtet.“

Der Dekorationsmaler und der Kunsthändler

Der Heikendorfer Rudolf Behrend (1895-1975) lernte den um viele Jahre jüngeren Holger Hattensen (1937-1993) in der Kunsthandlung dessen Vaters Peter kennen, einem Freund und frühen Förderer. Um finanziell über die Runden zu kommen, hatte der Dekorationsmaler Behrend, dem umständehalber ein Kunststudium verwehrt geblieben war, wiederholt in der Flensburger Kunsthandlung ausgeholfen, wo er durch persönliche Kontakte mit anderen Künstlern Inspiration und Zuspruch fand.

Sein "einziger Schüler"

Früh erkannte er das künstlerische Talent von Holger, der sich später augenzwinkernd als dessen „einzigen Schüler“ bezeichnen sollte. Wie Behrend besuchte auch Holger Hattensen keine Akademie, sondern übernahm die väterliche Kunsthandlung. Nicht bestrebt, der Handschrift seines Lehrers nachzueifern, blieb er in seiner künstlerischen Arbeit eigenständig. Die gemeinsame Teilnahme an der großen deutsch-dänischen Grenzlandausstellung 1970 in Apenrade markierte einen Höhepunkt im Schaffen beider Künstler.

Künstlermuseum Heikendorf, Teichtor 9. Eröffnung 16. November, 15 Uhr (Atelierhaus). Bis 12. Januar. Di-Sa 14-17, So 11-17 Uhr

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