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Kultur Raus aus dem Museum
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06:00 23.05.2017
Von Ruth Bender
Museumsleiter Michael Fuhr: "Wir wollten die Gemeinden anstoßen, ihre eigene Geschichte zu erforschen."Michael Fuhr,Museumsleiter Quelle: Manuel Weber
Flensburg

In Norderbrarup moderte die Marienfigur in der Rumpelkammer, in Boren fand sich ein „fast lebensgroßes spätgotisches Crucifix, cementfarben! Bemalung und Vergoldung auf dem Boden“. Die Eindrücke, die der Altphilologe Richard Haupt in seinem 1888 erstmals herausgegebenen Verzeichnis der Bau- und Kunstdenkmäler Schleswig-Holsteins zum Zustand der Kirchenkunst so dramatisch notierte, brachten Sauermann auf den Plan.

Eine Auswahl ist nun in der schön gestalteten Ausstellung "Glaube. Orte. Kunst" auf dem Museumsberg zu sehen – und in elf Kirchen beiderseits der deutsch-dänischen Grenze, die sich an dem Mammutprojekt beteiligt haben, das Museumsleiter Michael Fuhr als „das umfangreichste und arbeitsintensivste seit der Sanierung des Sauermann-Hauses“ ankündigte. Dessen Grundgedanke ist, das Museum zu öffnen und die Kunst an ihre Ursprungsorte zurück zu führen. „Die Frage war, wie bekommt man das Museum mit den Menschen draußen zusammen“, erklärt Fuhr. „Und wir wollten einen Anstoß geben für die Gemeinden, ihre eigene Geschichte zu erforschen.“ Ein Unternehmen, das 2011 im Vorfeld der Bewerbung Sonderburgs als europäische Kulturhauptstadt begonnen wurde und nun mit Hilfe von Landeskulturstiftung und Sparkassenstiftung ermöglicht ist.

Über fünf Räume verteilt sich die Ausstellung, in lichter Anordnung, die der Klarheit und Einfachheit der Figuren entgegen kommt; und farbige Wände sowie das ausnahmsweise erlaubte Tageslicht intensivieren ihre Plastizität und Ausstrahlung.

www.glaube-orte-kunst.net

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