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Kultur Litauischer Pianist Augustinas Eidukonis gewinnt Possehl-Musikpreis
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Musikhochschule Lübeck: Possehl-Musikpreis für Augustinas Eidukonis

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14:37 19.11.2021
Von Christian Strehk
Überlegener und überlegter Gestalter: Pianist Augustinas Eidukonis wurde der Possehl-Musikpreis 2021 zugesprochen.
Überlegener und überlegter Gestalter: Pianist Augustinas Eidukonis wurde der Possehl-Musikpreis 2021 zugesprochen. Quelle: Ludo Segers
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Lübeck

Corona-Effekte gibt es überall. Beim 58. Possehl-Musikpreis, renommierter Wettbewerb der Master-Studierenden an der Musikhochschule Lübeck seit 1963, sieht man den Musikerinnen und Musikern beim Auftreten an, dass sie viel zu lange keine rechte Gelegenheit hatten, sich auf einer Bühne zu präsentieren. Gleichzeitig spürt man am beachtlichen Niveau im mit insgesamt stolzen 10 000 Euro dotierten Wettbewerb, dass da viel gearbeitet wurde in den heiklen anderthalb Jahren.

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Den Hauptpreis (5000 Euro) hat ein wunderbar poetisch und prägnant gestaltender Pianist gewonnen: Augustinas Eidukonis. Das Programm des 25-jährigen Litauers (Foto: Segers) beim 45-minütigen Finalrunden-Auftritt war mit Beethovens „Pathétique“, einer „Legende“ von Barkauskas und Teilen aus Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ wahrlich kein Spaziergang. Die Jury kürte den Studenten aus der Klasse von Konrad Elser aber einstimmig.

Possehl-Musikpreis: Platz 2 für Pianist Morita, Platz 3 für Oboistin Kobayashi

Auf Platz zwei (2500 Euro) folgen der Pianist Yusuke Morita, der unter anderem eines der Vogelstimmen-Werke von Messiaen großartig differenziert zum Klingen brachte, und auf Platz drei (1500 Euro) die in allen Stilepochen nobel elegant spielende Oboistin Kana Kobayashi.

Jetzt wünscht man ihnen, dass sie den schönen Erfolg auch bei Konzertengagements bestätigen können – und dabei alle wieder selbstbewusster an die Rampe treten. Zwei Jahrzehnte unermüdliche Mühen haben sich für diese Mitte-20-Jährigen jedenfalls gelohnt.