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Kultur Wozu Literatur an der Kunsthochschule?
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10:00 21.08.2018
Von Ruth Bender
Muthesius-Präsident Arne Zerbst ist für die Reihe sein eigener Programmgestalter.
Kiel

Mit der 25. Lesung, die Christian Brückner im November mit Homers Ilias bestreitet, geht die Reihe im Herbst ins zehnte Semester. „Als Präsident sehe ich mich vor allem als Ermöglicher für die Professoren und ihre Projekte“, so Zerbst. „Was ich selbst in die Hochschule hineintragen kann als promovierter Philosoph und Literaturwissenschaftler ist die Literatur. Und die wirkt quasi nach innen hinein.“

Bildende Kunst und Literatur verbinden

So sei der Wunsch entstanden, die redende mit der bildenden Kunst zu verbinden. Als Beirat im Braunschweiger Literaturfestival „Seitenweise“ hat Zerbst seine Beziehung zur Gegenwartsliteratur schon lange gepflegt. „Ich war dort für die jungen Autoren zuständig“, sagt der bekennende Bibliophile, „und für mich ist die Gegenwartsliteratur ein wichtiges Instrument, um sich die aktuelle Wirklichkeit zu erschließen.“

Zerbst sieht sich als Moderator

Von da entwickelte sich die Idee zu Sprachkunst. „Das ist ein sehr eigenwilliges Format“, so Zerbst, der sein eigener Programmgestalter ist und sich als Moderator als festen Teil der Veranstaltung sieht. Zerbst geht es nicht nur um das Vorlesen, sondern auch um das Gespräch mit dem Autor. Ein Format, dass in den letzten Jahren die reine Lesung abgelöst hat, und das in Kiel etwa auch das Literaturhaus pflegt. Dass genau dieser Austausch den Reiz für Zerbst ausmacht, das macht er glühend hörbar: „Im Gespräch interessiert mich weniger das Werk als die Produktivität des Autors, die Schaffensprozesse.“

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