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Kultur Noldes Südseereise als Publikumsmagnet
Nachrichten Kultur Noldes Südseereise als Publikumsmagnet
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17:59 04.05.2017
Von Maren Kruse
Südseezauber: Emil Noldes "Palmen am Meer" ist eines von 19 gezeigten Gemälden. Quelle: Stiftung Gottorf
Schleswig Gottorf

„Das Kolonialisieren ist eine brutale Angelegenheit. Die Engländer wissen dies. Wenn von den farbigen Eingeborenen aus, eine Kolonialgeschichte einmal geschrieben wird, dann dürfen wir weißen Europäer uns verschämt in Höhlen verkriechen.“

Emil Noldes nachdenkliche Bilanz seiner Südsee-Reise ist nachzulesen in seinen Erinnerungen Mein Leben. Ein Traum hatte sich für den Maler erfüllt, als er die Zusage erhielt, an der „Medizinisch-Demographischen Deutsch-Neuguinea-Expedition“ als inoffizieller und zahlender Gast teilnehmen zu dürfen. Begleitet von seiner Frau Ada, machte sich Nolde 1913 auf eine beschwerliche Reise, die das Reichskolonialamt in Berlin organisiert hatte. Wie überwältigend und nachhaltig Nolde dieses Jahr erlebt hat, zeichnet jetzt eine Ausstellung auf Schloss Gottorf eindrucksvoll nach, die im Verbund von Nolde im Norden schon jetzt einen Höhepunkt markiert.

19 Gemälde, mehr als 50 Aquarelle und 80 Pastelle und Zeichnungen sind in der Reithalle und in der Sammlung Horn sehen. Darunter viele Exponate, die noch nie öffentlich zu sehen waren. Das ist ohne den reichen Bestand der Stiftung Seebüll nicht zu machen. „Man braucht die richtigen Partner für eine solche Ausstellung“, sagte Christian Ring, Direktor der Nolde-Stiftung, mit Blick auf die beschränkten räumlichen Verhältnisse in Seebüll. Hier in Gottorf kann aus dem Vollen geschöpft werden.

www.schloss-gottorf.de

www.nolde-im-norden.de

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