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Kultur „Ol' Blue Eyes“ ohne Blauäugigkeit
Nachrichten Kultur „Ol' Blue Eyes“ ohne Blauäugigkeit
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17:32 16.06.2009
Kiel

Kein Wunder also, dass der 34-jährige Kölner Crooner vor allem mit seinen Sinatra-Projekten Tom Gaebel The Young Sinatras (2001 bis 2005) und Tom Gaebel Band spielen Frank Sinatra (2002 bis 2004) auf sich aufmerksam machte an der Seite von ProSieben-Chefunterhalter Stefan Raab mit Megashows wie dem „Red Nose Day“ oder der „TV Total Jazz Night“ das Tor zum ganz großen Publikum aufstieß. Es folgten Tourneen, Galen, Auszeichnungen. Doch sein Stimm-Segen war ein auch ein wenig Fluch; denn die Geister, die Gaebel, forciert durch sein großkalibrig und souverän swingendes Debüt-Cover/Standard-Album

Introducing: Myself (2005) rief, wurde er nie mehr so richtig los.

Dabei weist schon das zweite Album

Good Life (2007) den am Conservatorium van Amsterdam „summa cum laude“ diplomierten Jazzsänger und Multiinstrumentalisten (Schlagzeug, Posaune, Klavier, Geige) als stiloffenen, wandlungsfähigen und individuellen Musiker aus. Statt Erfolgsverwaltung greift der zweifache Jazz-Award-Gewinner (2006, 2007) mutig auf Eigenkompositionen zurück, die sich stilistisch zwischen 60s/70s-Las-Vegas-Entertainment, Pop und zeitgenössischem Mainstream-Groove mit Retro-Patina bewegen. Auch stimmlich öffnet er sich, sein Ton wird druckvoller, rauer, souliger und persönlicher.

Eine Entwicklung, die Tom Gaebel auf seinem dritten, im November 2008 erschienen Album

Don't Wanna Dance fortführt. Selbstbewusst wählt er die Easy-Listening-Route, streift unnostalgischen Breitwand-Soul, Jazz von der nächtlichen Bar bis zur grell beleuchteten Revue-Bühne, zahmen Rock und schamlosen Pop. Ein hochwertiger Mainstream eines formidablen Entertainers. Wenn man denn so will: das nächste Sinatra-Stigma. Und wieder kein schlechtes.

mwe

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