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Kultur Der Bruch im Idyll
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08:00 15.11.2018
Von Sabine Tholund
Hier kann man nie sicher sein, was man eigentlich sieht: Olrik Kohlhoff im Bunker D. Quelle: Björn Schaller
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Kiel

Da balanciert auf großformatiger Kohlezeichnung ein einsamer Wanderer in luftiger Höhe auf schmalen Planken von Berg zu Berg. Schwer stützt sich der Mann auf seinen Stock – er wird doch nicht sein Augenlicht verloren haben? Man weiß es nicht. Und genau das mag Kohlhoff an (seiner) Kunst. Seine Arbeiten sind erzählerisch, ohne eine Geschichte zu vollenden, wecken Assoziationen und lassen den Betrachter damit allein zurück.  Dem 47-Jährigen kommt es darauf an,  atmosphärische Situationen zu schaffen „in denen man sich nie sicher sein kann, was man eigentlich sieht.“

Realismus mit Irritationen

Detailreich sind seine Zeichnungen in schwarzweiß, angefertigt nach sorgfältig inszenierten Fotografien.  Der vordergründige Realismus ist dem Schüler von Ekkehard Thieme wichtig, „so lassen sich leichter Irritationen auslösen.“ Dasselbe gilt für die keramischen Objekte. Kunstvoll  modelliert und farbig glasiert,  hockt beispielsweise  eine Kröte zum Laichen auf einem Fliegenpilz, dessen Standort im Erdreich von Engerling und Regenwurm untergraben ist. Ein solches Szenarium wird sich in der Natur schwerlich finden lassen. Der künstlerische Mikrokosmos von Olrik Kohhoff  macht es möglich.     

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Eröffnung Donnerstag, 15. November, 18 Uhr. Bis 12. Dezember.  Geöffnet mittwochs während der regulären Öffnungszeiten im Bunker-D und nach Vereinbarung unter bunker-d@fh-kiel.de
 

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