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Kultur Immer wieder Gimpel
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10:00 07.08.2019
Von Ruth Bender
Nach 34 Jahren erzählt Tadeusz Galia mit "Gimpel der Narr" auch "seine" Geschichte. Quelle: Polnisches Theater
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Kiel

Wie oft Tadeusz Galia „Gimpel der Narr“ gespielt hat, diesen fröhlichen Naiven aus der gleichnamigen Erzählung von Literaturnobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, kann er gar nicht sagen. "Nach zweitausend Vorstellungen habe ich aufgehört zu zählen", sagt er. Das Stück hat er in ganz Deutschland gespielt, auch in Polen und natürlich "in jedem Dorf in Schleswig-Holstein". 

Gott und die Welt befragen

Am morgigen Donnerstag schlüpft der Leiter des Polnischen Theaters wieder in Hemd und grobe Wollweste und spielt im Bühnenbild voller Stroh und rostigem Werkzeug den jüdischen Anti-Helden, der sich in seiner Gutgläubigkeit zeitlebens ausnutzen und verspotten lässt. Ohne dabei je den Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren. Und gewappnet mit einer besonderen Fähigkeit, die Welt und vor allem Gott zu befragen.

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Die Vorstellung hat sich verlängert

Dabei staunt Tadeusz Galia selber darüber, dass er auch nach einjähriger Pause keine "Wiederbelebungsprobe" braucht: "Ich gehe einfach auf die Bühne und erlebe ,meine' Geschichte." Nur ein bisschen länger dauert die Vorstellung: "15 Minuten länger - man wird älter und langsamer", schmunzelt er.

15 Vorstellungen stehen jeweils donnerstags, freitags und sonnabends auf dem Programm.

Polnisches Theater, 8. bis 31. August, jeweils Do bis Sa, 20 Uhr. Karten: Tel. 0431/804099, www.polnisches-theater.de

Konrad Bockemühl 07.08.2019